Sonntag, 30. September 2012

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Verwirrt richte ich meinen Kopf auf, nur um kurz darauf aufzuschrecken. Irritiert stelle ich fest, dass ich mit meinem Kopfkissen am anderen Ende meines großen Bettes liege. Was zum Teufel hab ich heute Nacht angestellt? Wage kann ich mich noch dran erinnern, wie ich heute Nacht mein Kissen geschnappt hab, aufgestanden bin, an das andere Ende meines Bett gelaufen und mich dort am Fußende nieder gelassen habe. Wo da die Logik liegt, ist mir nicht bewusst.Ich hatte ja schon immer einen Hang zu Schlafwandeln als kleines Kind. Solange ich nicht im Halbschlaf aus einem Fenster springen werde, ist es immer wieder ganz lustig in seltenen Fällen nicht in meinem Bett aufzuwachen oder wie heute am anderem Ende. Kopfschüttelnd schnappe ich mir mein Kissen & krieche ich wieder hoch zu meinem eigentlichen Schlafplatz. Manches werde ich nie erfahren. Zum bespiel, warum mein Fernseher auf mysteriöse weiße ausgeht, immer dann, wenn ich eingepennt bin, obwohl kein Schlafmodus eingestellt war und meine Eltern ihre Finger auch nicht im Spiel hatten. Unheimlich.
Ich schüttle das Kissen kurz auf, damit es etwas weicher wird, bevor ich mich zurück sinken lasse. Ein Seitengriff nach rechts und ich halte mein Handy in der Hand. Ich schalte es ein und sofort blinkt mir eine Nachricht entgegen, was ziemlich selten geworden ist in letzter Zeit.


J: Guten morgen, meine liebe. Na kleines, wie gehts dir so? ;)

Ich lächle vor mich hin und schreibe gleich zurück. Ich warte eine weile, doch es scheint keine Antwort zurückzukommen. Enttäuscht lege ich mein Handy zu Seite. Es ist gerade mal 9 Uhr morgens. Mein Gefühl sagt mir, jetzt noch mal zu schlafen wird nichts. Ich schlage meine blaue Bettdecke zu Seite, setze mich an den Bettrand. Taps linker Fuß, rechter Fuß ... ich stehe. Jetzt nur noch einen morgendlichen Unfall vermeiden. Im Dunklen taste ich mich langsam vor. Mission: Erreiche das Fenster, ohne in jeglicherweise über irgendetwas zu Stolpern z. B. über meine eigenen Füße ... Tollpatsch auf Tour. Am Fenster angekommen, ziehe ich den Rollladen hoch, allerdings nicht sehr weit, da mich die hellen Sonnenstrahlen sofort blenden. Mürrisch kneife ich meine Augenbraun zusammen. Ach ja, heute ist ja Sonntag aber muss deshalb die Sonne scheinen (???), das verleiht mir noch miesere laune, wenn an diesen Tagen auch noch so überaus freundlich die Sonne scheint und ich in der Stimmung bin, um einen grausamen Mord zu begehen. Ich mag lieber Regen. Grr.
Ich kann mir diese Einstellung selbst nicht erklären. Um meine Stimmung etwas anzuheben, fahre ich meinen Laptop hoch, welcher auf meinem leicht chaotischen Schreibtisch steht, um meine Mails abzurufen. Ungeduldig drehe ich mich mit dem schwarzen, quietschenden Schreibtischstuhl im Kreis, solange bis mir Schwindlig ist und ich abrupt damit stoppe. Nachdem das Teil hochgefahren wurde, muss ich feststellen, dass das W-lan Signal tot ist -.- NOOOIIN!!!!!
Frustriert schlage ich meinen Laptop zu. Ich seufze auf. Es ist Sonntag. Was habe ich erwartet??Minuten später schnappe ich mir meine Laufschuhe, meinen Ipod, Hausschlüssel und verlasse das Haus, um mir die Seele aus dem Leib zu rennen. Dann halt so.


Kommentare:

  1. die einstellung hab ich auf, Regen ist besser als sonne.

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  2. Laufen...klar das hätte ich auch machen können xD
    Ich hab Sonntags auch nie was zutun -.-"
    naja...vielleicht mache ich das noch ^^ mal sehen..

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  3. danke :) ich werde nochmal drüber nachdenken.
    Ich finde du hast einen echt tollen Schreibstil. Deine Texte sind nie langweilig, es macht 'Spaß' sie zu lesen :) ♥

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