Dienstag, 22. Juli 2014

I fell in to a burning ring of fire


I fell in to a burning ring of fire
I went down, down, down
And the flames went higher


Das Gefühl der Leere scheint mich nicht aufgeben zu wollen, aber ich könnte nichts dagegen tun. Ich träumte von dem neunem Grün und einem alten Zug, erleuchtet von dem jungen Himmel, dessen Wind die Bäume glänzend biegen lässt, doch die altersgrau ertrübten Blumen nicht bricht. Ein trockener Sommer, hell und rosig, wo der Morgen nach Zucker, Mist und Pollen schmeckt.
Der Geruch von Umarmungen, Gras, Regen auf den Straßen. Der Asphalt ist wasserwarm. 
Ich habe immer ein Buch im Bett, in der Regel auf dem Beifahrersitz, über oder unter dem Stapel von drei Kissen, die nicht verwendet werden. Ich greife jede Sekunde danach, ziehe die
Versalien an mich heran, als seien sie meine Kinder. Nur um zu fliehen unverwandt. So wie auch jetzt. In der linken Hand den Literaturklassiker "Veronika beschließt zu sterben", in der rechten ein Glas meines lieblings Whiskey und zwar nicht einer dieser Billig Discounter fussel, die am darauffolgenden Tage vertrocknete Lippen und einen vergammelten Geschmack auf der Zunge hinterlassen. Nein, wenn schon betrinken, dann mit Stil lautet die devise und ich darf behaupten, dass ich es mir bei weitem verdient habe dieses verfluchte Zeugs in meinen Rachen verfließen zu lassen. Es brennt. Höllisch. Und damit meine ich nicht nur den Alkohol.
In dieser Stadt riecht es nach Lilien und Schweröl. Alles ist ganz leicht und dünnhäutig, nur an den Hauswänden klebt die schuld, dick wie feuchte acrylfarbe. Sie trocknet nicht. Dunkelgrau wie Containerseiten.

 And it burns, burns, burns
The ring of fire
The ring of fire

Denn meine Seele, die gegen Schleier der Heuchelei schlägt, hart wie Stein auf die Wünsche und Harmonie bittet um erlösung. Black Out. Filmriss. Irgendetwas um zu vergessen. Ein Schmerz in den Knochen, aufforrdernt mich wieder zu bewegen.
nicht auf die Ruhe der Dämmerung zu warten. Die Füße auf dem Boden, schwimmt das Herz. Ich bleibe hier mit kühlen Blick und still, bin die Königin der Gezeiten.

Sie haben meine Grimassen des Ekels ausgehalten, krause Lippen und ich starrte nicht selten in die stumpfe Leere aus saurem Löschpapier.  Ich habe immer zu viel fragen. Kann nicht damit aufhören zu atmen unter der flapsigen Schere seicht zu atmen. Frage mich, ob irgendetwas davon echt war. All die gut gemeinten Worte. Alles echt. Daran habe ich nie gezweifelt. Nur das ende ist unecht. Warum antwortet er nicht? Ich habe ihm endlich des 'Rätsels Lösung' gegeben, mich zum ersten mal in meinem Leben versucht zu erklären, darüber geredet und er Antwortet nicht. Ein passendes Ende für unsere Freundschaft. Meine lieben Freunde... das hier ist kein Abschied, denn ich war hier nie wirklich wilkommen. Merkt euch diese Worte, wenn ich Lebwohl sagen werde. Und das werde ich gewiss. Ich dachte immer, ich müsste sterben, verliere ich meinen Lebensinhalt, Freunde, Musik. Die Musik habe ich nicht verloren. Es geht weiter. "Es gibt immer Alternativen im Leben, nicht wahr?" Mit oder ohne euch. Ich lebe noch und das ist der Beweis, denn Menschen die oft verletzt wurden, sind gefährlich, weil sie wissen, wie man überlebt. Ich mache so weiter wie die 16 Jahre ohne euch. Nur ich und die Musik. Etwas anderes wird niemals funktionieren.
Ich weiß es einfach, weil ich Angst habe.
Ich weiß das, weil es schon immer hier gewesen ist, die Angst im Zentrum des Magens.
Letzte Nacht, den rechten Arm unter dem Kopfkissen und Bettwäsche an der Kehle, in der Wärme und Dunkelheit meines Schlafzimmers, haben schädliche Gedanken meine müden Glieder und meine müden Geist bei Unruhe gehalten. Immer noch so unerträglich nah.

I fell in to a burning ring of fire 
-Johnny Cash




" ... Doch wie sich der Daumen in die eine Richtung drehen kann, so kann er sich auch in die andere Richtung drehen. Es ist nicht gewiss, dass es für immer ist aber es ist zumindest für den Moment. Du bist jung, du hast so vieles vor dir. Die ganze Welt steht dir offen. Die ganze Welt steht dir offen. Glaub mir, das Leben kann schwer und ungerecht sein aber dort draußen lässt es sich eigentlich ganz gut Leben..."

 

1 Kommentar:

  1. Ich liebe deine Texte. Sie sind so wundervoll und katapultieren einen sofort in eine andere Atmosphäre. Musik ist immer ein guter Wegbegleiter, vorallem wenn es so wundervolle Musik ist.
    Dein Musikgeschmack ist wundervoll, ich hoffe alles ist ok du hast so lange nichts mehr gepostet.

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