i fall a little further from the plans that i have laid



Leergesaugt und verlebt. Überbeschäftigt mit dem einsaugen des garstigen Sauerstoffs. Virulent, von abscheuerregenden Bakterien versifft durchströmt mich die fahle Luft.
Den düsteren Worte ungeachtet bin ich glücklich und zufrieden mit dem Ablauf des Tages. Dankbar für meine wundervollem, chaotischen Freundeskreis, meinem Freund. Der Abend war laut in einer raucherfüllten Kneipe. Das Bier war immer voll. Oh, ich hoffe in der Hölle wird Bier verkauft. 

Auf meiner Brust liegt Naveah und knuspert vor sich hin. Naveah ist eine Nacktratte, die ich aus der Notfallhilfe gerettet habe. Ihre Haut ist weich und mit kaum sichtbarem Flaum bedeckt. Manchmal möchte ich ihr am liebsten einen kleinen Pullover stricken, weil ich die Furcht entwickelt habe sie erfriert, aber den würde sie nur zerfetzen. Wie meinen Zimmervorhang, der traurig zerfranst neben dem großen Käfig herabhängt. Ich weiß nicht was Naveah und ihre beste Freundin Yuna zuvor Schlimmes erlebt haben oder wie alt die zwei sind. Am Fußende oder besser gesagt auf meinem Fuß schläft die kleine Martha meine Husky Ratte und seit Edna gestorben ist, die erste Farbratte, die mein Herz im Sturm erobert hat. Ihre Schwester und die anderen acht von zehn dösen im Käfig alle zusammen in der Hängematte vor sich hin im Rattoffel styl. Ruhe herrscht heute, da alle vom Spielen am arsch sind. Natürlich liebe ich alle auf ihre Art. Abgöttisch. Allerdings gibt es manchmal Tiere, die einen Blind verstehen und zu denen man einen ganz besonderen Bezug hat. Manchmal schleicht sich Martha zu mir und gibt mir einen Kuss auf die Nase. Also eigentlich leckt sie diese nur ab, ich werte das trotzdem einmal als Liebesbeweis. Und dann lächelt sie mich an. Ich habe noch nie ein Tier lächeln gesehen. Martha kann das. Seit ich die kleinen in meinem Zimmer habe, kann ich um einiges ruhiger schlafen, trotz der Ironie, dass Farbratten sich Nachts nicht sonderlich leise verhalten. Ich verstehe nicht warum so viele Menschen sich vor diesen Tieren ekeln. Dabei sollte es gerade das Gegenteil sein. Wir sollten uns vor der Menschheit anekeln.

Ich selbst entwende mir den Schlaf. Mein Leben ist süchtig nach Problemen.
Im Bett liegend zerrt die Müdigkeit an mir. Rupft an mir, wie eine Schar ausgezehrter Füchse an einem Stück Fleisch. In diesen Sekunden macht mich mein Notizbuch abhängig davon leblose gequirlte Tinte auf dieses Papier niederzurotzen. Ich bin es leid das alles in den Schlaf zu begleiten, doch die zornroten Zahlen 03:43 verbreiten ihr drohendes Gewand und führen mir deutlich vor Augen, dass ich in nicht einmal vier Stunden wieder bereit sein muss. Gebrauchsfertig für einen neuen Tag. Die Schrift ist kaum leserlich und eigentlich ist der Raum nur kümmerlich beleuchtet. Die Augen brennen vom Tag, vom Rauch. Hier auf diesem dünnen Stück blassem Papier ist es mittlerweile harmlos zu schreiben. Früher habe ich es vermieden so mein Gekrakel zustande zu bringen. Gradlinige Satzpartikel in ein farbneutrales Word Dokument geschmissen.
Ich mochte es nie meine Stimme hören zu müssen. Sie gibt mir das Gefühl nicht Ich sein zu können. Alle Indizien sind vor mir selbst versteckt.
Doch mit einer kräftigen Schwingung löst sich das Gefühl und die Zweifel wieder von mir. Unsinnig. Alles ist gut, selbst wenn ich fehlsichtig bin, Du bist gut genug. Außerdem bin ich kein Teenager mehr, der keine Ahnung hat wie der scheiß Hase im Leben läuft. Ich bin 23 Jahre jung und stehe mit beiden Beinen fest im Leben. Hahaha. Denke ich. 
Ab jetzt bin ich die, die als letzte lacht.
Müdigkeit saust über mich. Lichtvoll vernebelt mein inneres Auge. Farbige Gestallten überlasse ich meine Grundform. Einigkeit und Lautlosigkeit überschleichen mich. Ich erflehe den süßen Schlaf herbei, der mich von dem ganzen Ramsch befreien soll, welcher desorientiert meine allzeit bestehende Existenz fickt. 

Und am Tag lächeln wir es einfach wieder hinfort. Ich merke noch wie etwas flauschiges, warmes sich an meinen Hals kuschelt, mich sanft mit der Kühlen Nase anstupft und schlafe zusammen mit dem kleinem pochendem Herzschlag ein. Mit einem seligen Lächeln, trotz der Schwärze.


Kommentare

  1. Hey danke dir für dein Kommentar! Ich wusste gar nicht, dass wir dich als Leserin haben, ich glaube, irgendwann verliert man da ein wenig den Überblick. Dein Blog gefällt mir auch sehr gut, ich weiß nur gerade nicht, wie ich dir folgen könnte ? Oder ich seh den Button einfach nicht ? ._.

    Bezüglich der Einladung würden wir die in den nächsten Tagen eine schicken ... ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn wir dir zuvor noch Fragen stellen:
    Weißt du, um wen es geht, wenn wir von "K" reden?
    Kennst du K vielleicht sogar persönlich? K ist der erste Buchstabe seines Synonyms auf Blogger gewesen.
    Ist Blogger dein einziges Medium, das du verwendest, oder schreibst du auch auf anderen Portalen / Netzwerken?
    Mit welchen Bloggern bist du außerdem so in Kontakt?

    Ja ich weiß, dass es durchaus merkwürdig ist, dass wir dich das fragen. Andererseits ist K ein Monster und ich werde ihn niemals mehr in mein Leben lassen und setze daher meine oberste Priorität auf Sicherheit unserer Selbst.

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  2. Hey, danke dir für deine Antworten! Sicher sein kann man sich letztlich nie zu 100 % aber zumindest das Sicherheitsgefühl etwas stärken ... es ist einfach so viel schlimmes mit dem passiert, dass ... es geht nicht noch mehr. Danke für dein Verständnis dabei. Wir werden es dann einfach mal wagen ^^'
    Und ja, ich meine auch, dass wir den gedrückt haben? Irritiert mich glaube ich nur, weil das nicht der normale Button ist xD

    Alles Liebe <3

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