Würzende Farben
Ich fühle mich in eine einstmalige
Zeit zurückgesetzt. Anderseits bin ich so kopflos in Eingebungen unterwegs, dass ich mir das vielleicht alles nur schöntun könnte. Zu diesen Augenblicken streunte ich isoliert durch die
Landschaften. Irgendwann verschwand dieses Gefühl.
Nun spüre ich es knisternd im
Hintergrund entstehen. Deutlich schimmernd emporsteigen. Drohend und bedrückt
schwelgt es hinter meiner pendelten Lichtschatten. Lacht es mich etwa aus? Ich
dachte diesen Ansturm hatte ich überlebt.
Die Gasse führt abseits des
Weges. Hektischer bewegter Wind drängt mich voran, als sei ich ein kolossaler Küstenfahrer.
Ich ströme empor des Meereshorizont über den tragisch blauen Ozean, der sich zeitlos
bewegt. Der Wind weht aber niemals wird er dabei glücklich sein.
Lichtsplitter versammeln sich
vor meinen Augen. Ich erinnere mich an diese Sequenz. Schemenhaft. Übergangslos
knicke ich in das hier und jetzt ab. Presche mit den Nackten Knien auf den
kieseligen Boden. Schmerzlos warte ich ab. Alles. Bleibe liegen und atme aus.
Stille.
Meine Seele verlangt nach den würzenden Farben. Bin ich vernarrt darin etwas konstruieren
zu wollen? Die kunstvollen Pianoklänge perlen kitzelnd an meine Ohren und senken
sich bedeutungsvoll klaftertief in meinen Brustkorb ab. Langsam, schnell, bunt,
leise oder dezent laut?
Geräuschlosigkeit nimmt das
kleine Zimmer ein. In Eintracht mit dem Stillen Klang der Angst.



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