I love the life I left behind

Es macht mich irgendwie traurig. Ich habe die Leseliste durchgeschaut. 
Es ist fast keiner mehr da von früher.


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Das Leben ist wie immer dasselbe. Ohne viel Flimmer und Gefunkel erlebe ich mein Dasein. Die elementaren Dinge sind im Herzen unverwüstlich verschleiert vor der trüben Außenwelt. Viele Konzerte, noch mehr Tattoos, geliebtes Bier, wahnsinnig großartige Freunde, so als auch neue Menschen und gelebte Erfahrungen. Die Arbeit als Landschaftsgärtner bereitet mir eigentlich Freude, denn abends kann ich immer stolz sein, auf das was ich am Tag erschaffen konnte. Anstregend, ein Zeit und Kräfteräuber, die langen Tage und Stunden machen kaputt und manchmal hasse ich alles, doch ich liebe die Natur, die Pflanzen, ja sogar den Beton. Hätte mir vor fünf Jahren jemand gesagt, dass ich in naher Zukunft wild lachend mit einer Motorsäge ein paar Bäume umhau oder mit dem Bagger durch die Gegend heize, hätte ich diese Person gekonnt ausgelacht. Nunja. Mein Freund lacht mich manchmal aus, da selbst die vergangenen Pflanzen in meinem Zimmer verrotteten, was zwar tragisch aber nicht weitergehend schlimm ist, da generell der Anmut von Kakteen unterschätzt wird. Das und andere Grüne Pflanzen. Dauerzustand wird dieses Leben nicht sein von sechs morgens bis spät abends. Schmerzende Knochen am Abend, Humus und Dreck überall. Kälte. Hitze. Am ende der Kräfte sein. Ich liebe es dennoch ständig unterwegs zu sein auf den Straßen und Gärten, vielseitige Orte zu sehen, auch wenn wir hier von meiner Heimat reden. Durch diesen Arbeitswahnsinn müssen wir alle durch. Mehr oder weniger. Momentan genügt es.  Normalität. So wird dieser Zustand also wahrgenommen.
Mein Farbratten Rudel hat sich auf zehn Tiere gesteigert, da ich mir einen sehr großen Käfig angelegt habe und viele Tiere aus schlechter Haltung aufgenommen habe. Ich liebe diese Tiere so abartig. Als meine Edna 2019 starb, meine kleine Seelenratte, habe ich durchgängig nur geweint. So viele Tränen habe ich niemals für einen Menschen aufgebracht und könnte es vermutlich auch nie. Allerdings merke ich, wie viel mir diese Tiere zurückgeben. Und gerade in diesem Moment, rennt die kleine Naveah über die Notebook Tastatur… Flauschiger Randale Knödel.
Zudem habe ich das Design auf diesem Blog geändert. Die Nachtfarbende Düsterheit musste weg. Mein Leben ist so viel bunter als schwarz, auch wenn so eine sonnenlose Farbe ein so schöner Anstrich sein könnte. Die guten Zeiten auf Blogspot sind längst vorbei, allerdings möchte ich nach acht Jahren diesen Teil von mir auch nicht löschen. Einiges wurde archiviert. Einiges blieb. Ich bezweifle das Menschen aus meinem alten Leben hier mit lesen würden, zu lange ist alles her. Ach sollen sie doch, gerne mich auch verfluchen. Das ist unwichtig.
Alles ist gesagt und getan zwischen uns. Ich möchte nichts davon zurück.
Meine grau lädierte Gehirnmasse benötigt nur ein wenig Auslauf in einem Einschnitt meiner Zeitspanne des Wahnsinns und Kreativität. Und an die, die mir hier auf Blogger immer wohlgesonnen waren; Hallo und ganz viele Herzen an euch. Ich gebe keine Garantie, dass das hier regelmäßig wird aber ich vermisse das Geschreibsel hier etwas. 

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