Freitag, 22. Dezember 2017

1 †
Wie ich unvermögend in lichtleere einfallslosigkeit aus sehnsucht zum glücklichen Leben versank und dann kam alles anders.

Alles was mich durchhalten ließ, die Woche überstehen lässt, waren die guten Zeiten mit guten Menschen an den Wochenenden. Ironischerweise hat gerade diese Einstellung mich nicht zum ersten mal aus meinem Rhythmus gebracht. Ich bin stark. Stark und unabhänig. Ich kann das. Ausnahmsweise füge ich kein nicht hinzu.


Die grelle Lichtershow und das erzittern des Bass belebt meinen verhangenen Geist, während die Töne auf mir aufschlagen. Wände. Böden. Kopf. Beine. Kitzelt sanft meine Sinne. Mir ist heiß so unendlich heiß, aber ich kann nicht aufhören zu tanzen. Alles dreht sich. Gitarren Klänge ertönen und die Umgebung dreht durch. Wand. Decke. Bunte Menschen. Ein Farbstrudel der sich mit dem bunten nichts vermischt. Unscheinbar. Uneinnehmbar. Ich steh Kopf, zusammen mit meinem Verstand und Körper. Das Feuer brennt scheinbar direkt hinter mir.

Es grenzt alles an einer Reizüberflutung. Menschen. Stimmen. Ungezählt. Am liebsten möchte ich mich unsichtbar unter diese Masse mischen, die Augen schließen und diesen unfassbaren Moment genießen. Bewegungslos. Eindruckslos. Die Sekunden Ausleben und Realisieren, bevor der Nachtfrost mich erneut festsetzt. In mein Gedächtnis vergraben für lieblose Zeiten. Ich mache es natürlich nicht. Es würde seltsam auffallend sein, wenn ein Rothaariges Mädchen bewegungslos und starr inmitten der tanzenden Meute steht. Stattdessen besinne ich mich auf die Worte und die Melodie. Bin erstaunt darüber jedes einzelne Detail zu kennen. Lächelnd singe ich lautstark jenes dieser Worte mit. Die Lichter spielen mit uns, tauchen Augen in leuchtende Diamanten und lassen Haare hell golden erstrahlen. Augen und Haare, die sonst so trist wirken, wird neues Leben eingehaucht, dem grauen Schleier entzogen. 

Und ich höre immer wieder diese Stimmen. Manchmal das einzige was meine Ohren noch erreicht.

Mit keinen Worten.
Danke dafür.


Montag, 18. Dezember 2017

0 †
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es liegt massig Schnee draußen. Das Wetter war heute so schlecht, dass ich früher Nachhause durfte. Ich schätze solche Tage wahnsinnig. Das warme Haus betreten, Kaffemaschine anschmeißen und mit den Ratten bei Netflix oder einem guten Buch in eine Decke kuscheln. Meine verfressenen Nager, welche immer sehnsüchtig darauf warten den Käfig zu verlassen. Ich liebe meine drei kleinen Nasen. Nie wieder könnte ich ohne das geraschel bei Nacht, wenn wieder der halbe Käfig zerlegt wird.

Diese Woche wird generell sehr ruhig werden, denn am Freitag beginnt bereits der erste Tag der Betriebsfreien. Oh, ich freue mich so wahnsinnig auf diese Zeit. Endlich Durchatmen. Gelegenheit auszuatmen. Einatmen. Manchmal Frage ich mich ob mein gesamtes Leben nur aus diesem Ablauf bestehen soll. Sicherlich mache ich bisher meine Arbeit in der Natur und ein kleines bisschen vielleicht auch für die Umwelt echt gerne, allerdings könnte ich mir das keine weiteren zehn Jahre vorstellen.

Nachdem das letzte Jahr auch bezüglich meiner vergangenem Arbeit zum allerletzten verfickten scheiß Albtraum wurde, habe ich mich schlussendlich entschieden, den scheiß Bastarden den Rücken zukehren. In letzter Sekunde fand ich eine Alternative und seit September zählt meine Arbeit zu den Dingen die mich glücklich macht. Mehr wollte ich nie erreichen, als ein Sorgenloses Arbeitsumfeld. Die Ausbildung verlief bisher auch Schultechnisch reibungslos und ich merke, wie sehr ich die Arbeitsfreie Zeit in der Berufschule schätze. Ich vermute diese Einsicht kam erst, nachdem ich nach dem Abitur einige Zeit gearbeitet habe und bemerkt habe, wie schön die Schulzeit eigentlich gewesen ist. Ich habe seither auch keine Probleme mehr mit den Leuten aus meiner Klasse. Denke ich an die frühsten Realschulzeiten, habe ich mir viel zu vieles bieten lassen an blöden Spüchen gegen mich. Jetzt mit 21 würde ich höchstens noch darüber lachen. Vielleicht lag es auch damals am mangelnden Selbstbewusstsein und der Schüchternheit. Beides bemerke ich heute kaum noch an mir. Wenigstens etwas.

Jedenfalls ist es das erste Mal Seit Jahren für mich (dank Jobs im Einzelhandel), dass ich nicht nur die Feiertage daheim bleiben darf, sondern wirklich drei Wochen am Stück und dem Trubel der Weihnachtszeit somit guten Gewissens entgehen kann. Es stehen noch einige Konzerte auf der Liste in dieser Zeit. Ich bin zu einer dieser Menschen geworden, die echt regelmäßig auf solche Veranstaltungen geht. Meist nur von Regionalen Bands, doch gerade diese sind oft die besten.

Sollte ich Ansatzweise die benötigten Worte finden für dieses laute Jahr, würde ich es gerne hier festhalten. Für mich.


Montag, 20. März 2017

1 †
Und allen war klar, dass die Musik für uns die einzige Möglichkeit, der einzige Ausweg ist.

Mittwoch, 15. März 2017

I know I can't go wrong

1 †
meine gedanken, mein gehirn hat sie verschluckt in den großen, gewaltig, zerstörenden wellen. ichhabe so ziemlich alles bisher in meinem Leben überlebt. die Schule, die arbeit, freunde und familie.

mein leben hat ohne dich erst richtig angefangen. du hast es zu beginn gererttet, mich sterben lassen als du gingst und es damit ein letztes mal besser gemacht. verdammt, ich möchte in schönen worten schreiben, wie gut es mir ohne dich geht und glaub mir das tut es wirklich. allerdings ist es schwierig nicht alle paar sekunden zurück zudenken und dann herrscht dieses wort durcheinander in mir. nachts füllen die dinge die du sagtest meinen kopf. wir hatten verbotene welten, die wir stolz erfanden. ich war vor fast vier jahren naiv genug zu glauben, es sei alles richtig, während ich für dich nur eine kleine spielerei war, genaustens geplant.  ich lebe dank dir, ohne dich wieder um einiges mehr. allerdings nicht mehr für dich oder wegen dir. sondern weil ich es möchte, gerade dir zum trotz möchte ich wieder unfassbar glücklich sein, verdammt! 

bereuen ist ein wort, welches keineswegs in meinen wüsten, verworren gedanken korridoren auftaucht, wenn ich an unsere erlebten, verrückten dinge zurück denke. verrückt und nicht von dieser langweiligen welt. wir haben die dinge immer angepackt, das beste herausgeholt, so abgefuckt die situation, ausgebrannt wir auch waren. überstreut mit bunten farbenfrohen zuckerstreußeln. gelacht, selbst wenn uns nach heulen war. aus dem einfachen etwas neues gemacht. von den letzten moment an, zurückgespult wie ein altes videoband, bis vor über einem jahr wir unsere etwas andere art einer begegnung zu haben. streiche mit den fingerspitzen sanft und leicht über die bereits verblassenden fotos in meinem gedächtnis. unterdrücke die tränen, wenn ich die augen wieder für die welt vor mir öffne, und in dein gesicht in meinen gedanken blicke. anders siehst du aus, fremd. wie ein verzerrter, blasser schatten im sonnenlicht. verzerrt. nicht echt, dennoch da. einen veschwommene illusion. auf händen und füßen, getrennt von dem was du warst. jetzte lebst du dein scheinbar glückliches leben weit entfernt von mir und ich frage mich ernsthaft, ob du diese art von aufmerksamkeit verdienst in meinen gedanken, in denen ich jeden einzelnen moment analysiere und deuten mag. sicherlich nicht, denn du tust es genauso wenig, wie ich es eigentlich selbst tun sollte. du denkst keinen augenblick an mich und wenn... wenn mit abscheu und hass. vor einiger zeit konnte ich dies auch. doch ich habe diesen hass und die wut zu dir aufgegeben.
manchmal lässt mich diese wut voller enttäuschung tief in mir toben. heftig, bis sie an die oberfläche gespült wird, zusammen mit dem schleimigen monster voller hass überdeckt.

doch jetzt wütet eiserne gleichgültigkeit in mir, einzig die erinnerungen halten mich an dir.

wenn du das hier liest, dann sei dir gewiss: ich bin nach langer zeit zuück im leben, arschloch! ach, ich wünsche mir so sehr, dass deine augen das hier lesen.
denn es wir zeit. es wird zeit den weg bis zum ende zu gehen, konfrontationen mit dem schicksal zu ertragen und nicht ein einziges mal zurückzublicken. verstehst du eh nicht.

wirst an mir vorbeiziehen, wie einst die wildesten, größten stürme mit solcher kraft die häuser und bäume umzuschmeißen. jahrhunderte lang her. fataler schaden, der bis heute zu erkennen ist. dennoch ... sie haben alle überlebt. 

ich weiß ich kann nicht falsch gehen mit meinen freunden und der musik. ich glaube ich bin schon ziemlich nah dran am ziemlich unfassbar glücklich sein. jeder hat doch diesen einen meschen, an dem er für immer hängt, egal wie lange und intensiv die bezeiehung war. vielleicht brauche ich zum millionsten mal einen symbolischen abschluss von dir.

mach's gut.

Montag, 13. März 2017

I'll keep you safe, you keep me wild

0 †


Der gestrige Tag war wohltuend geruhsam. Lange waren wir unterwegs, Kaffee trinken, frühstücken. Beisammen saßen wir eine ungewisse Zeitlosigkeit dort an diesem wunderschönen Ort, verfolgten mit unseren Augen das Umfeld im Café. Wir sprachen über vertraute Dinge, über die ich nur mit ihm sprechen kann. Schon immer nur mit ihm. Allerdings auch über alltägliche Dinge, wie zum Beispiel sein Studium, meine Arbeit, Tattoos, unsere Freunde und natürlich Musik. Es existieren Menschen auf dieser Welt, mit denen kann ich recht zwanglos reden, während ich bei anderen nicht weiß, wie zum Teufel ich kommunizieren soll, trotz aller mühe jedes Wort in der ausgetrockneten Kehle versteift. Ersteres der beiden Punkte, sind für mich wahre Schätze. Meine beste Freundin, mit der ich für immer verewigt unter der Haut bin, da wir uns so wahnsinnig kitschig es auch sein mag, ein gemeinsames Tattoo stechen lassen haben.
I'll keep you safe, you keep me wild 
You keep me wild, I'll keep you safe
Sie ist der Mensch, der blieb, als damals alle gingen im Sturm des Lebens. Umso mehr schweißte uns das zusammen. Zwei winzige Blätter, hoch und tief fallend, dennoch nie alleine. Sie ist der Mensch, mit dem ich mehr als vier mal im Jahr dieselbe Band live gesehen habe, in der ersten Reihe Standen  und unser Leben, die Musik feierten. Der Mensch, der unwissend mit einem gebrochenen Fuß in den Moshpit ging und den Spaß ihres Lebens hatte. Als sie einmal nicht mit konnte auf das Konzert, wegen Krankheit, machte ich mich vor dem Gitarristen nach dem Konzert zum Affen (zumindest in meinen Augen, da mein Mund wieder schneller war) und bat ihn, meiner besten Freundin eine Sprachnachricht zu schicken, da sie tot unglücklich Daheim liegt, aufgrund des versäumen des Konzerts. Sie erzählt mir auch noch heute, wie sie um 4 Uhr morgens im Halbschlaf die Nachricht anhörte und gar nicht realisierte wer da sprach. 
Fortan kommt sie wirklich zu jedem Konzert mit, da allein schon die hinfahrt ohne sie beschissen ist.
Wir kauen dann wirklich jeden Peinlichen oder Freudigen Moment unserer gemeinsamen Zeit durch und lachen herzlich darüber, wie ich es nur mit ihr kann. Als nächstes steht ein Broilers Konzert auf dem Plan, zusammen mit ihrer Schwester, Bruder und ihrer Mum, mit denen ich mich verstehe, als wäre es auch meine Familie. Die Zeit vergeht so schnell und der Wind unserer Freiheit trägt uns fort.

Schätze in meiner Liste sind auch meine Freunde mit denen ich zusammen Musik mache. Diese Menschen, mit mehr Verrückheit und Freude in der Seele, als dieses Kalte Leben uns nehmen kann.

Und er, der es schafft meine teils deprimierten Launen beisammen zu halten, diese in Lebenslut zu verwandeln und Zweifeln beseitigst. Unsere Beziehung ist undefiniert, lässt sich nicht darlegen und ich möchte mir momentan keine fehlgeleiteten, geisttötende Illusionen herbeirufen. Tanzt leicht und fremd mit mir dem Gefühl der Einsamkeit entgegen.

Samstag, 11. März 2017

himmelblau

1 †


Nein, ich möchte bleiben wo ich bin. Auf der Flucht vor meinen Möglichkeiten.

Den Kopf an das Fenster gelehnt, die Kälte des Glases an der Schläfe spürend. Den Blick scheu auf die Landschaft Außerhalb des warmen Raum gerichtet. Farbenprächtigt und fürstlich erleuchtet im Schatten der blutvollen Sonne, klamm und gar Seelenlos in den eigentlich ursprünglichen Farben.
Definitionslose Urgestalten von grellfarbenden, ausgemalt gedrängten Punkten, behelligen und zerstreuen meine Netzhaut, die sich von diesem Lichtspiel allerdings lieber distanzieren würde.

Ich hebe meinen Kopf an. Bittere Nackenschmerzen machen sich bemerkbar. Die unendliche Weite des Himmels, welche sich nur erahnen lässt. Sie lässt mich in diesem Moment denken, lässt mich fühlen. Trinkt sich an der Farbe darinnen satt, und durchbricht dabei eine Spiegelwelt. Vom himmelblau durchtrunken, im reinsten Licht.

Mein Kopf tut weh. Bilder im Kopf drehen sich um eingeschlafene Rituale, verlorene Gesichter und verbrannte Emotionen, die sich nicht abstellen lassen. Gedanken, bunt leuchtend. Trist und grau. Atomkrieg in meinem Schädel.

Mir fällt es so schwer, diese Wörter oder überhaupt etwas zu tippen. Denn diese Worte leiden seit langer Zeit an akutem Lampenfieber und nichts scheint gut genug.

just the two of us

0 †



Urlaub. Zwar Daheim, allerdings möchte ich nichts anderes momentan. Alles andere ist zu teuer und so einen drang nach Urlaub in der Sonne verkam mir noch nie. Bevorstehende Reisen werden demnach spontan geplant und beschränken sich höchstens auf einen Tag. Leider geht so ein Urlaub nicht ewig. Ein Konzert steht bevor. Viele Menschen, Gedrücke und stickige Luft. Dinge, die ich eigentlich nicht mag, aber die ich dann doch vermisse, wenn ich nicht dort bin.

Morgen gehen wir Frühstücken. Wir besteht logischerweise aus mir und einem Jungen Mann, welchen ich sehr gern habe, was laut seiner Aussage auf Gegenseitigkeit beruht. Das Café in welches wir gehen, kenne ich durch meine beste Freundin. Es ist einfach wunderbar dort. Sehr rustikal und gemütlich im Französischen Stil gehalten. Ich liebe solche Orte. Ich kenne nur leider viel zu wenige davon. Danach wollten wir mit dem Auto los fahren und schauen an welchem Ort wir landen. Beim Autofahren kann ich wunderbar nachdenken. So lernt man gleich die Gegend kennen. Ich lebe hier bereits nun seit 20 Jahren, habe allerdings das Gefühl noch längst nicht alle schönen Orte gesehen zu haben. 

Ich sehne mich nach der kommenden Woche. Endlich Zeit zum entschleunigen.
 

Dienstag, 7. März 2017

I wanna always feel like part of this was mine

0 †
Du bist meine schönste Erinnerung und zugleich mein größter Fehler, welcher einst mein Leben zunichte gemacht hat. Damals.
Ich möchte nicht vergessen. Jeder Gedanke ist einmalig in dieser kühlen Gegenwart. Schäumt sich in einer bedauerlich winzigen Ära in mir auf.
Alles danach sind transparente Bruchstücke. Lösen sich auf. Werden Wertlos nach all den Jahren. Allmählich, wie als hätte es sie nie gegeben. Mich. Dich. Alles. Möglicherweise breschen sie während der Reise gegen eine unsichtbare Mauer, zerbersten zu geringfügigen bedeutungslosigkeiten.
Danach pralle ich in einer Realität auf, weiß nicht ob diese so geschehen ist, wie meine Überbleibsel es mir flüstern. 
Als wäre alles nie hereingebrochen über mich. Jedoch weiß ich, es war wundervoll.
Vergesse dich mit gutem Gewissen aber niemals unsere Zeit.

life is moving on quite nicely actually

0 †
Schon wieder Ich.

Ich habe in all den Jahren, da es so ruhig hier wurde, klassisches Tagebuch geführt. Nachdem ich drei Bücher voll geschrieben habe, begann es mich zu langweilen. 
Jedes einzelne Wort verbrannt, welche nicht gerade positiv behaftet waren. Selbst wenn ich jede Krise überwunden habe. Dieses vernichtungs Ritual sollte mir symbolisieren: Hör auf so wahnsinnig viel zu denken! Dasselbe wollte ich auch mit diesem Blog hier machen, allerdings hänge ich so wahnsinnig hier dran, dass ich noch nicht mal eine neue URL oder einen neuen Titel erstellen möchte, auch wenn der gesamte Blog schon Urgestein ist. Sicher, ein Neubeginn wäre am einfachsten, jedoch mag ich, wie schon im letzten Post erwähnt, diese Melancholie, die sich (für mich persönlich) zwischen diesen Aufschrieben befindet. So viel Arbeit und Liebe steckt hier drin (Ich bin jetzt 20, als ich diesen Blog ertsellt habe war ich 15, 16 Jahre jung). Bin ziemlich aus der Übung gekommen. Vieles hat nichts mehr mit heute zutun, trotzdem möchte ich versuchen einiges wieder aufzugreifen, selbst wenn ich eindeutig die Vergangenheit von Heute differenziere.

Also. Himmel! Wo soll ich anfangen? 
Bald habe ich Urlaub und so vieles ist geplant. Zum einen ein neues Tattoo in den Nacken. Ich sollte dazu sagen, mein erstes Tattoo war geplant von vorne bis hinten. Also so richtig mit Termin im Studio. Alles andere ergab sich eher sehr spontan im Wohnzimmer, so nach dem Motto "Hey, hast'e Zeit? Tätowierer ist in the house." um 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens Sonntag, weil eben alle unter die Nadel wollten. Ich liebe meine Freunde. An diesem Abend ergab sich auch mein Tattoo am Unterarm, welches eigentlich mein gesamtes Leben widerspiegelt. Es ist ziemlich schwer zu begreifen, jedoch bin ich wahnsinnig froh es gemacht zu haben. Spontane Ideen sind wohl die besten!






Genug Schwärmerei. 

Zum anderem Plane ich noch einen Tagesausflug ans Meer. An welches Meer genau ist eine sehr gute Frage. Fakt ist ich gehe definitiv alleine. Menschen habe ich genügend um mich herum den ganzen Tag. 
Wenn es um das Thema Menschen geht, weiß ich mittlerweile auch bei diesen, in welchem Winkel ich in die Eier treten muss. Ich habe gelernt Diskussionen an mich zu reißen und meinen Gesprächspartner zum schweigen zu bringen, also wenn es unbedingt sein muss mutiere ich in diesem Punkt zu einer sehr unnetten Person, sollte mein Gegenüber ein verdammtes Arschloch sein. Ich kann dies nur gutheißen, da dieser Gutmensch in mir mich an meine Grenzen des ertragbaren bringt. Trotzdem, wird mir jeden Tag im Einzelhandel bewiesen: Ich bin verdammt nett. Fuck you! Ein sehr guter Fortschritt, bedenke ich diese ekelhafte Schüchternheit, die ich noch vor wenigen Jahren zu Tage legte. 
Jedenfalls wird das vorerst mein letzter Urlaub sein, da im Mai mein Berufswechsel ansteht. Zu Beginn erst als Aushilfs-Landschaftsgärtner, jedoch ab September die Ausbildung. Evtl. darf ich auch auf zwei Jahre verkürzen wegen meines Abschluss, allerdings würden mich drei Jahre auch nicht umbringen, da weniger Stress, den man ja eh schon in einer Ausbildung zu genüge hat.
Die nächsten zwei Tage habe ich ersteinmal frei. Überstunden abbauen. Yeah! 


Leider sind sämtlicher meiner Lieblingsblogs, die ich  total gerne gelesen habe, zur selben Zeit inaktiv geworden wie ich. Leute, gibt es euch noch? :)

Montag, 6. März 2017

life of a fool

0 †
Mir fehlt das Gefühl von Isolation, die Ruhe vor dem Leben.  Zurückgezogen sein.

Im Moment. Das falsche Wort. Seit zwei Jahren. Vor einem Jahr befand ich mich im Prüfungsstress, heute spannt mich die Arbeit ein  und zum guten Glück die Musik. Weniger Zeit zum nachdenken, doch manchmal schweife sehr weit ab und ich frage mich warum ich mich dorthin gedacht habe. Oft und gerne mache ich dies. Mit Gleichgültigkeit, manchmal Wut oder sogar mit einem fetten Lächeln im Gesicht. Und dann bin ich aufeinmal wieder da, in der realen Welt. Es fängt mit blauen Himmel und Vogelsang an. Einzigartig. Wiedererkennbar.  Dennoch möchte ich nicht beim zurück blicken, über das stolpern was vor mir liegt. Mir selbst im Weg stehen kann ich nämlich verdammt gut. Ich versuche mich selbst neu kennenzulernen jeden Tag. Früher gab es in meiner Existensform nur die Nacht. Erst als alles dunkel geworden ist, sah ich den Ausgang Heute begnüge ich mich auch mal mit dem Tag. Seltsam.

Ich vermisse ein wenig diese Zeiten hier. Genau das. Welch Dramatik und Herzblut ich früher immer in diese Posts gesteckt habe. Okay, manchmal schüttle ich echt den Kopf über das geschriebene aber dann ist es nun einmal so. Jetzt, drei Jahre später ist so vieles anders. Besser und vielleicht auch das ein oder andere schlechter. Wer weiß.
All die lieben Mädels, welche ich hier kennen gelernt habe.  Es ist still hier geworden. Mitsamt mir. Ich denke oft an die ein oder andere hier. Hat sich eurer Leben auch so verändert? Ich hoffe doch nur zum guten. Wahnsinn, oder? Es ist alles so fremd geworden und doch mag ich es ein wenig. Eine Ausbildung die mir wirklich Freude bereitet. Neue Freunde, alte Freunde, Erinnerungen und Tattoos, die ich damals schon wollte und sich nun langsam vermehren. Tattoos and Memories. Eigentlich wie damals. Nur anders.
Ich wünsche euch etwas 💚🤘