Montag, 18. Dezember 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es liegt massig Schnee draußen. Das Wetter war heute so schlecht, dass ich früher Nachhause durfte. Ich schätze solche Tage wahnsinnig. Das warme Haus betreten, Kaffemaschine anschmeißen und mit den Ratten bei Netflix oder einem guten Buch in eine Decke kuscheln. Meine verfressenen Nager, welche immer sehnsüchtig darauf warten den Käfig zu verlassen. Ich liebe meine drei kleinen Nasen. Nie wieder könnte ich ohne das geraschel bei Nacht, wenn wieder der halbe Käfig zerlegt wird.

Diese Woche wird generell sehr ruhig werden, denn am Freitag beginnt bereits der erste Tag der Betriebsfreien. Oh, ich freue mich so wahnsinnig auf diese Zeit. Endlich Durchatmen. Gelegenheit auszuatmen. Einatmen. Manchmal Frage ich mich ob mein gesamtes Leben nur aus diesem Ablauf bestehen soll. Sicherlich mache ich bisher meine Arbeit in der Natur und ein kleines bisschen vielleicht auch für die Umwelt echt gerne, allerdings könnte ich mir das keine weiteren zehn Jahre vorstellen.

Nachdem das letzte Jahr auch bezüglich meiner vergangenem Arbeit zum allerletzten verfickten scheiß Albtraum wurde, habe ich mich schlussendlich entschieden, den scheiß Bastarden den Rücken zukehren. In letzter Sekunde fand ich eine Alternative und seit September zählt meine Arbeit zu den Dingen die mich glücklich macht. Mehr wollte ich nie erreichen, als ein Sorgenloses Arbeitsumfeld. Die Ausbildung verlief bisher auch Schultechnisch reibungslos und ich merke, wie sehr ich die Arbeitsfreie Zeit in der Berufschule schätze. Ich vermute diese Einsicht kam erst, nachdem ich nach dem Abitur einige Zeit gearbeitet habe und bemerkt habe, wie schön die Schulzeit eigentlich gewesen ist. Ich habe seither auch keine Probleme mehr mit den Leuten aus meiner Klasse. Denke ich an die frühsten Realschulzeiten, habe ich mir viel zu vieles bieten lassen an blöden Spüchen gegen mich. Jetzt mit 21 würde ich höchstens noch darüber lachen. Vielleicht lag es auch damals am mangelnden Selbstbewusstsein und der Schüchternheit. Beides bemerke ich heute kaum noch an mir. Wenigstens etwas.

Jedenfalls ist es das erste Mal Seit Jahren für mich (dank Jobs im Einzelhandel), dass ich nicht nur die Feiertage daheim bleiben darf, sondern wirklich drei Wochen am Stück und dem Trubel der Weihnachtszeit somit guten Gewissens entgehen kann. Es stehen noch einige Konzerte auf der Liste in dieser Zeit. Ich bin zu einer dieser Menschen geworden, die echt regelmäßig auf solche Veranstaltungen geht. Meist nur von Regionalen Bands, doch gerade diese sind oft die besten.

Sollte ich Ansatzweise die benötigten Worte finden für dieses laute Jahr, würde ich es gerne hier festhalten. Für mich.


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