Zeitgerinnsel

Der weiße Hintergrund ermattet mich, grinst mich dreckig mit seinen aufblitzenden Beißerchen an. Die schwarzen Zeichen springen mich an, rutscht durch die Poren meiner Haut. Verschlingt meine Worte. Was ist diese Leerstelle nur, außer ein unentwegter Begleiter meiner Dramenfigur?

Schreiben fiel mir vor zehn Jahren mit der Geburtsstunde dieses Blogs so federleicht. Es ist ein wunder, dass er noch existiert. Die Menschen und die Gefühle, um welche meine Texte damals handelten, tun es längst nicht mehr, zumindest in meinem Leben. Zugegeben, ja ich habe viel Schrott meines 16 jährigen Ichs gelöscht. Trotzdem. Ich vermisse die Zeiten etwas. Möchte allerdings gleichzeitig nicht mehr zurück. Meinen Fingern entweicht zurzeit nur noch Staub und mein Gehirn fühlt sich manchmal so an, als wäre es Lava die langsam erkaltet. Momentan vermisse ich die Leichtigkeit mit der ich durch die Welt getanzt bin. Barfuß und immer mit einem lächeln über den unbequemen Steinboden. Die Negativen Seiten beiseite gewischt. Mir ist bewusst, dass ich nicht alleine bin. Dankbarkeit fließt durch mein Herz wenn ich an die vergangenen Jahre denke. Meine Herzensmenschen. Meine liebe zu jedem einzelnen Lieblingsmenschen, welche unterschiedlicher gar nicht sein könnten, allerdings gleich stark und bedeutsam. 

Ich habe nicht viel geschrieben in den letzten Zeilen. Zumindest nichts was etwas ändern könnte. Trotzdem fühle ich mich Zeile für Zeile etwas weniger erdrückt vom jetzt und hier. 

Kommentare

  1. Hey :) Schön, von dir zu lesen. Und ich kann gut nachvollziehen, was du schreibst. Ab und zu zieht es mich auch noch wieder in diese Welt zurück. Gerade, wenn sich alles wieder etwas schwerer anfühlt. Und es ist schön, immer noch die ein oder andere Person hier wiederzutreffen. <3

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