Montag, 20. Januar 2014

Wie malt man schmerz?

Cross
Leben ist ermüdent nach einigen Jahren in der Zeitspanne. Es ist anstrengend, den ganzen Tag auf den Beinen zu sein und immer tun zu müssen, was von einem erwartet wird. Das Zeitleben einen hetzend einen nachstellt. Freiheit ist ein Recht und da Rechte Pflichten mit sich tragen, sind die Pflichten genauer zu erläutern. Es ist anstrengend, zu Lachen wenn einem nicht danach zu mute ist. Es ist noch viel mehr anstrengend, zu erklären warum man grade nicht lachen will oder kann. Dann lache ich doch lieber einmal zu viel und erspare meinem gegenüber das ganze geblember, von dem eh ohnehin jedes Wort einen Betrug darbieten würde. Alle unentwegt anlächeln. Dabei bloß nicht schwächeln. Die Hand nicht fühlen, die einen berührt. Das Leben hat eine eigene Dynamik. Das ewige auf und ab einer riesigen schwingenden Welle, derren Logik ich niemals verstehen werden kann. An der steil fallend felsig grauen Küstenwand, das weis schäumige Wasser wie Wolken sich erhebt und fällt wie Regen tosend und ungerecht ohne zu achten, wen es mit sich reißt, hinab in die dunkle, ewig, verschließend, unheimlich Stumme Tiefe. Wie Trübselig das nichtmehrleben anklang finden kann.

Der Tag steht bevor. Doch die Nacht quillt hervor. Am lichterfüllten gelichtetem  verdorbenen Tag, wenn ich ablenkung finde in dem System von Prüfungsstress und überfluss an anderen kleinigkeiten von Thematiken, fällt es mir leicht Atem zu schöpfen, die Luft aus der verstaubten, regenarm verdorrten Lunge zu hauchen, ohne auch nur einen Moment der ernstlichen Last von Seelenschmerz drein zu linsen. Ein tristes Gefüge macht sich einen Eindruck von mir. Gewächs, das keimt, sich entfaltet und schlängelnt spielend hochwächst. Expandierende blutleere Blüten Ranken. Keine Verwunderung, das alles kunstlos und karg im dünn gesäten Boden reift. Langatmig. Es steigt so langsam, scheinbar nicht zu bemerken. Der Schmerz steigt so langsam und regelmäßig, dass man es beinahe hören kann, das etwas, wie es kriechend hochgekrochen kommt. Zögerlich, dass es beinahe erträglich ist. Alltäglich geläufig. Es labt sich am Fleisch der Seele und lässt absterben die heimlich lakonische Ruhe, welche bedachtsam beherrscht von mir wird. Wie malt man schmerz, der heimlich verdeckt ist, weder Gefühl noch Realität verkörpert? Ich überblicke es nicht... Die seltsamste Dimension zusammen mit Intellekt, der nicht mehr ist.

Es dauert bis die Langweile an dem geistigen Fundamenten schaudernt rüttelt und puliserend, beinahe trommelnd an den Durchgang der gewaltigen Pforte die Grenze überzeiht. Sinn der seinen Kopf nur schüttelt. Der Moment, wenn Weinen grausam ist und man das Gefühl hat, alles werde nur noch schlimmer. Die Hand nicht fühlen, die einen berührt. Berührt meine Haut und dennoch dringt keine Wärme nach innen durch. Unscheinbar, durchscheinbar. Eiskalte Hände. Heilige Symmetrie. Befinde mich in der Antarktis, irgendwo im nirgendwo. Meine Eiswüste tief in mir drin, während mein Herz kalte Strahlen versendet, verschickt in die leere meines Körpers, der zu einer lebendigen Eishölle mutierte. Nichts kann mich auftauen, so scheint es. Niemand ist mir nah genug, um mich ganz zu retten. Hab mich selber ausgegrenzt. Lege mich selbst in Ketten. Gefangen genommen. Kaum zu ertragen diese Kraft. Wie Wind an meinen Haaren zieht und alle schützende Wärme aus mir flieht. Der Käfig wird durch meine Eroberer immer enger. Ich kann nicht fliehen. Versucht. Die Festung meines Verstandes. Gerne würde ich sie wieder einnehmen. Einreißen, mit einem wütenden Schlag. Der alles zerbricht. Die Welt um mich zum straucheln bringt. Detonation. Ein Erdbeben, das alles einstürzen lässt. Ich habe Schlachten geschlagen und doch verloren. Höllenfeuer glimmen knisternd konstant unvermindert. Verdammt auf Ewig. Verteufle das böse Lachen der Dämonen, die in meiner nun schwarzen Seele wohnen. Ich treibe es ungewollt, nicht ich selbst bis zu einem gewaltigen Ende. Die schwarze Sonne hält mich gefangen. Wie ein verlorener Traum, kalt, seelenlos und ohne Ziel.

Bin nicht vermögend genug über Intensität um die warme Hand anzunehmen. Und ich ende damit, mich nach einen undefinrbaren, namenlosen Gefühl zu fragen, welches mich Sekunde um Sekunde in die Gemeinschaft von Stumpfsinn ständig steigernt scheucht. Ich hasse es, nicht diese einfache Gabe zu besitzen zu reden, Worte zu nutzen und alles leichter zu machen. Aber nein... ich bin unfähig Buchstaben aus meiner Kehle zu pressen, wie eine Mutter ihr bald neugeborenes Kind aus dem schmerzenden, holen Leib, die Niederkunft erwartet wird. Unfähig.


Morbiddark


PS: Ich lieeeebeee diese Wortspielerein abgöttisch.

1 Kommentar:

  1. Wow. Ich habe gerade diesen Text gelesen und bin unheimlich beeindruckt. Du kannst richtig gut mit Worten umgehen und beschreiben, es hat mich richtig gefesselt. In ein paar Passagen konnte ich mich sogar wiederfinden.
    & danke für deine lieben Worte neulich.
    Liebe Grüße ♥

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