Montag, 3. März 2014

kostümball

Forme Sätze im Wachschlaf. Ich fühle, rieche und atme jedes ungesüßte Wort. Schellende Hysterie drängt sich auf. Mir dröhnt mein Kopf vor schlechten Träumen und Intrusionen, fühle alles fragmentarisch. Einstürmend verprellen diese Einheiten mich im neonfarbenden Eineheitsschwarz. Die angegraute Übertragung explodiert in meinem Kopf zu einem abgekühlten Granitblock. Zertritt die Seelen unter seinen schwarzen Sohlen. Grau und verworren, Farben sind bunt im grau. Die Nächte auf fremden Matratzen gleichen denen, in welchen ich in meinem Zimmer auf dem Boden liege, meinen ganzen Körper im Kopfkissen verdichte und entdecke, dass solche unbotmäßige Vernichtungswut hilft. Greife nach den Sternen und zerreibe diese zu verrauchter Asche, stopfe die Münder damit. Das Leben läuft trotzig weiter. Kühl und kalt als wäre nichts geschehen. Atme im Herzschlagtakt. Ein und Aus. Ein und Aus. Ein und Aus. Ein und Aus. Ein. Ich fühle mich austauschbar. Und leise ziehe ich mich zurück. Keine Berührungen, keine Worte. Und ich stelle mit Gewissheit fest, dass meine nüchterne Gleichgültigkeit und gekünstelte Kälte schmerzhafter für andere sein kann, als für mich selbst. Das tut mir so verdammt weh im Herzen. Es tut mir leid. Ich habe es nie besser gelernt.

Kommentare:

  1. Ich finds traurig... :/
    Ach, irgendwie lernt man das bestimmt noch...

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  2. Du bist wundervoll, vergiss das nie. Und es ist auch der Grund warum du mindestens einmal am Tag ein Lächeln auf den Lippen haben sollten, aber weil du es wirklich so meinst. Du willst zumindest für einen kurzen Moment glücklich sein und deine Probleme in dieser Zeit einfach vergessen.

    Fühl dich ganz lieb gedrückt und vergiss nicht: Du bist wundervoll <3

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