Dienstag, 15. Oktober 2013

Wahnsinn

QUIERO VER AMELIE  | via Tumblr
Ein starker mit sicherheit gewollter Schubs von hinten und ich lag nur Bruchteile von Sekunden darauf am Boden, schlug mir dämlicherweise ungeschickt hart meinen Schädel an einer Kante an, bevor ich regestrieren konnte, was sich in diesem einen Moment abspielte. Gelächter. Ich nehme es nebenbei wahr, während ich benommen da liege, mein Kopf durcheinader gewirbelt durch den aufprall an den harten Asphalt. Ich höre ihr lachen. Ich höre ihre Stimmen. "Hahah.Verreck doch du Schlampe. Los, hau ab! Dann sind wir dich los. Keiner braucht dich. Absolut keiner." Schwarzer Schmerz. Keiner braucht mich. Und der Gedanke hängt über mir, kalt und blass – Nebelfratze – frisst sich in den Luftzug von Hoffnung und zerstört die Illusion von Frische. Fratzen grienen von der Seite, fleckige Augenhöhlen starren von der Decke durch den Nebel. Die Magie des Lebens ist verloren und kein Zauber wird heute noch mehr geboren. Und so staubig und trocken. Ich schließe die Liderfenster und sperre blasse Nebelgedanken der Realität aus. Riechen kann ich sie noch, abgestorben, grau. Doch es flimmert bunt in mir, durch die nachwirkung des schmerzes in meinen Kopf. Starrende Flecken und vom Staub zerfressene Gedankenfetzen bremsen mich hier aus. Bunt, bunt und es ist egal. Keiner braucht mich. In meinen Träumen war die Sonne da und brannte mit milder Hitze, weder gleichgültig noch tröstend. Doch in der harten Realität, scheint noch nicht einmal ein kleiner weicher Strahl. Realität und Wahnsinn.Worin liegt der Unterschied? Ist die Realität nicht wahnsinnig? Ist der Wahnsinn nicht real? Wir Menschen sind es, die die Realität zu einem kaum aushaltbaren Wahnsinn verwandeln. In meinem Kopf erschuf ich eine Welt. Kindliche Fantasie nannten es meine Eltern. Aber hat nicht jedes kleine Kind einen Anspruch auf Fantasie? Eine Welt in der mit bunten Regenbogen geworfen und die schönsten Abenteuer erlebt werden kann, fernab des Menschlichen dasein. Eine Welt, nur in meinem Kopf. Zu der nur ich Zugang habe. Damals war ich noch klein. Damals war ich noch ein  Kind. Es war mein Fluchtpunkt, wenn mir die reale Welt zuwider wurde. . Eine graue, kalte und trostlose Welt unter dem Schein eines Regenbogens. Schön geschriebene Worte, denen jeder hinter her lechzt. Doch der Schein, er trügt nur. Der Regenbogen unecht. Die Realität grausam.
Ist es nicht Wahnsinn, dass wir Menschen es schaffen, anderen Menschen das Leben zur Hölle zu machen?
Und ist es nicht wahnsinnig, in welchen Wahnsinn wir die Realität treiben?  Ich hasse diese Menschen. Ich hasse dieses Leben.


Zu etwas erfreulichem, was mich persönlich recht gut von meinen Kopfschmerzen, dank diesen verfluchten arschlöchern ablenkt:

Mal wieder Frustshoppen auf emp. Was haltet ihr von diesem Shirt, auf welches ich schon sehnlichst warte. Immer wieder heißt es von meiner Familie und diveresen anderen Menschen, ich solle mich nicht hinter dieser schwarzen Kleidung verstecken, ebenso sollte ich nicht immer solches unnützes Zeug schreiben, welches mich nur noch mehr depressiv zu machen scheint. Dann lest meine Texte nicht und schaut mich nicht an. Problem gelöst.

1 Kommentar:

  1. deine texte sind so wundervoll. ich wünschte ich könnte dir zur seite stehen. irgendwie. bitte gib nicht auf <3

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