Ich möchte nicht mehr aufstehen, nur um zu denken es sei alles nutzlos diesen Tag überhaupt zu begingen, geschweigeden im entferntesten erfolgreich hinter mich zu bringen. Ich bin nicht deprimiert oder traurig. Eigentlich bin ich nichts. Ich freue mich nicht, ich bin nicht traurig, nicht glücklich und auch nicht wütend. Sehe ich nach oben; Schwarz. Und unter mir sehe ich nur mich selbst gefangen im klebrigen Harz, dessen dünne Fäden beim versuch zu verschwinden mich würgend um mich schlingen. Die leere scheint überall zu sein. In den Bäumen, im Himmel, selbst im Wind. Ich sehe eine andere Welt die Person mir bereits bekannt. Mich umfließen seltsame Strukturen die sich türmen zu Gestalten. Bildlich gesprochen ist es, als ginge ich in einem ein einst blühendem Tal entlang auf einer vertrockneten Wiese übersäht mit alten Knochen, zerfressenvon dem Unbekannten. Die Blumen sind verwelkt und ihre frühere Farbe und Pracht lässt sich nicht mal mehr erahnen. Hilflos stehen sie zwischen braunen Gräsern und lassen die Köpfe hängen. Alles ist besser, als ein ewiger Stillstand des eigenen Lebens. Tue es nur, um irgendwelchen konflikten zu scheuen zwischen Menschen die mir lieb sind.
Und dann wache ich am nächsten
Morgen auf, gehe in die Küche, koche Kaffee und starre die Wand an und
fühle mich, als hätte ich das letzte vergangene Jahrhundert kein Augen zu getan, während das dampfende Gebräu vergessen vor mir abkühlt. Nach unetlichen Minuten, leere ich das nur mehr lauwarme Wasser mit leichtem Kaffee Geschmack runter. Widerlich. Wieder ein misslungener Kaffee. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was ich die letzten Minuten gedacht habe. Ich weiß es nicht mehr. Du weißt eigentlich ziemlich wenig. Alles, was ich mache
wirkt auf einmal so wahnsinnig angestrengt. Auch wenn es eigentlich gar
nicht anstrengend ist und der meiste Stress selbst gemacht wird. So bin ich nun einmal.
Früher habe ich
Dinge von ganzem Herzen gemacht. Wenn ich traurig war, habe ich so lange
geweint, bis ich dachte, meine Rippen brechen gleich blutig aus mir heraus und ich ersticke an meinen eigenen nassen Tränen. Wenn ich
glücklich war, habe ich so lange gelacht bis ich keine Luft mehr
bekommen habe, ein Erstickungstod gewiss nahe war. Wenn ich wütend war, habe ich geschrien und getobt und
alles und jeden beschimpft und die ganze Welt verflucht und gehofft diese würde gleich über mir zusammen brechen und qualvoll in den Fluten meiner Wut untergehen, sterben. Heute ist von dieser 'Leidenschaft' von Gefühlsausbrüchen nicht mehr viel übrig. Ich war nie der Sentimentale Mensch aber jetzt herscht in mir nur noch diese grauenhafte sibirische kälte. Nur in Form von Musik schaffe ich es, wärmende Sonnenstrahlen in meine Eiswüste tief in mir drin zu versenden, während mein Herz kalte
Strahlen versendet. Verschickt in die leere meines Körpers, der zu
einer lebendigen Eishölle mutierte. Alle Farben möchte ich wieder sein, nur nicht mehr schwarz-weis, denn ich mag ebenso die anderen bunten Farben.
Ignorienen ist leichter. Es heißt nicht umsonst „Ignorance is
Bliss“.
Was für ne verfickt schlechte Einstellung!
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Mag sein, ich habe es noch nicht versucht


wie grauenhaft wunderschön du doch die wahrheit beschreibst
AntwortenLöschenWunderbar traurig.
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