Donnerstag, 5. Dezember 2013

farbloses wasser

See you in my nightmares
Kaltes Wasser das mich in die Stille zieht. Kaltes nass. Ein paar Strähnen meines Schwarzen Haares schwirren schwerlos vor meinen Augen. Genauso wie ich mich momentan fühle. Schwerelos. Undefinirbar zwischen Luft und Boden. Von nicht augenscheinlichen Molekülen umspült. So unendlich winzig. Ein paar Blasen bilden sich in meinem Mund und meiner Nase, verlassen dann meinen Körper und steigen nach oben. Ich beobachte es halbwegs gleichgültig. Wohin sie wohl gehen? Einfach fort in das farblose nichts. Sinnlos darüber nachzudenken. Weshalb sollte ich mich dafür interessieren, wenn meine ganze Existenz ein verworrenes Rätsel nur im ganzem und allem ist. Was ist die Welt, was der Mensch? Erfahren werde ich es nie. Damit muss ich mich abfinden. Ich möchte es nicht vermuten, weder glauben, sondern wissen. Die einzige Fähigkeit des Menschen ist zu glauben. Und Glaube ist ein anderes Wort für Unwissenheit, der Inbegriff der Ignoranz. Nicht mehr als eine Vermutung! Ich möchte es aber wissen, ungeachtet dessen, was für Folgen mein Wissen hätte. Na siehst du... Sich Fragen zu stellen über gewisse Dinge, bringen nur ärger und Kopfschmerzen. Ich atme eiskaltes Wasser ein, ziehe es in meine Lungen. Ich kann spüren, wie es Blasen bildet, wie es sprudelt und mein Blut verdünnt. Es ist so bitter kalt. Und ich... Ich will nicht mehr. Ich will nicht mehr kämpfen, sondern aufgeben. Ich will dem Schmerz entfliehen. Endgültig, aber ich kann es nicht. Ich kann sie nicht alleine lassen, in dieser grausamen Welt, ohne Liebe und Freundlichkeit. In dieser Welt, wo Worte wie Liebe, Freundschaft und Vertrauen nur noch Worte sind. Wo sie nicht mehr existieren.
Es ist so finster um mich herum. Um mich ist alles weis. Trüb und unklar. Unter meinen Körper erkenne ich umrisse von Trümmern und Steinen. Rote Steine. Backsteine.
Warum heißen die so? BACK. Steine. Steine in rot, die man backen muss? Seltsam. Wer backt schon Steine?Ich könnte mir vorstellen, dass sie sandig schmecken wie gelber Wüstensand, staubig und ekelhaft trocken auf der Zunge. Die feinen Staubkörner kratzend dunkelrot umspült und unangenehm auf der Zunge, trotz das diese so unscheinbar winzig sind, gleicht es einen fernen Stern so glänzend einsam am dunklen Nachthimmel an einer großen leeren Lücke von nichts... Dass man davon Zahnfleischbluten bekommt ist auch wahrscheinlich.

 Zerstört, was es auch immer war. Es ist tief, jedoch nicht unendlich. Ich frage mich wo ich mich hier befinde und weshlab? Warum?Ich durchschlage das Wasser. Mein Körper ist schwer, zugleich leicht wie eine schwebende Feder. Schimmernd aus der weiten Ferne. Das Rauschen des Wassers in meinen Ohren übertönt meine Gedanken.

Ich kann spüren, wie der Tod nach mir greift. Wie er mich nach unten zieht, hinein in die ewige Finsternis der Kälte. Mit Abständen und Pausen, welche nicht lange von dauer sein mögen. Meine Bemühungen nach oben zu schwimmen, bringen im endefekt nicht viel. Verschwendete Energie, welche lautlos und unsichtbar verschwindet, mich in den höllen des Wasser zurück lasst.  Ich kann nicht mehr atmen, meine Lungen sind am brennen, sie vereisen mich. Am besten in Tausend einzelteile. Ich frage mich, weshalb ich noch lebe. Warum mein Körper noch nicht aufgegben hat, mein Geist jedoch schon längst den Löffel hin geschmissen hat und mein Verstand noch kämpft um das pure Leben. Das Überleben. Aber ich will nicht..Ich will nicht kämpfen, aber auch nicht aufgeben. Ich bin noch nicht fertig, sage ich mir. Ich bin noch nicht soweit. Ich bin noch nicht bereit zu gehen. Es macht mich wütend in etwas Gefangen zu sein, was ich nicht will. Nicht verstehen kann, warum dies gerade geschieht. Schicksal? Meine Bestimmung? Zu Ertinken.

Ich beginne zu kämpfen, wehre mich gegen den Tod  Nein, sagt mein Verstand. Nein, schreit mein Überlebensinstinkt. Meine Kleidung zieht mich nach unten, sie saugt sich voll mit dem Wasser. Zu schwer, denke ich und lasse mich treiben, die Kleidung an meinen Körper schwerelos schmiegen. Lasse mich Fallen, in die unscheinbaren Kräfte des kalten nasses. Einen letzten Engel zu Formen und warten. Warten darauf, dass meine Wärme etws erreicht. Weicher Stoff, der unter Wasser auf eine Art und Weise Farblos erscheint, als zöge das Wasser die Farbe aus ihm heraus. Das Wasser lichtet sich. Wird klar. Farbloses Wasser. Isolation im Nichts. Furcht vor Verlust.


Ich möchte lachen, doch das tue ich nicht. Ich habe es mir anders überlegt. Ich möchte doch nicht lachen.

Dann wache ich auf.

Hustend und nach Atem ringend, aber ich wache auf. Vom Leben keine Spur. Ich wache nur. 

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WOW! Sehet an: Ich lebe noch... Was wohlbemerkt ein Wunder ist, nicht nur weil ich letztes Wochenende in meinen 12cm Stiefeln heil stock besoffen um halb fünf uhr morgens die Treppen beim Proberaum runter gekommen bin, sondern auch sämtliche male zuvor gestolpert bin... naturtalent.
Vor Weihnachten staut sich so viel an an Arbeit, dass ich meinen hass auf Weihnachten ganz vergessen kann. Neben unmöglich vielen Arbeiten, Leistungskontrollen, Referaten und die Vorberitung auf die erste Mündliche Prüfung (nebenbei hab ich noch gar kein Thema dafür), darf ich an unserer Weihnachtsfeier an der Schule nun auch noch mit unserer Klasse als Chor fröhliche, klassische Weihnachtslieder trällern. Zu guter letzt wurde ich in das Schulorchester, welches extra für diese bekackte Weihnachtsfeier zusammengestellt wurde, hineingezogen und darf nun langweilige Weihnachtslieder auf der Gitarre rauf und runter zupfen *schnarch*. An sich kein problem sind ja nur wenige hundert Schüler, die von nichts ne Ahnung haben aber... verdammt öde dieser mist.





Kommentare:

  1. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, deinen Blog von oben bis unten durchzulesen. Du schreibst so schön; auch wenn vieles traurig klingt. :l
    Aber ich werd jetzt öfter hier vorbei schauen <3 Blogge bitte immer weiter! LG

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