Sonntag, 15. Dezember 2013


Nägel abgekaut. Augen geöffnet. Da. Schon die erste Lücke. Ein Anfang steht noch nicht einmal fest. Leidlich ein ende. Bin nicht in Stimmung für so was. Wandle als abgestorbener Zellhaufen durch mein Eigenheim, wühle nach Zerstreuung für das Suchtverhalten meines Denkorgan, das ständig Geistig umnachtet ist und Feinheiten bis zum inliegenden Wortstreit, welcher gellend im grellen Schein reißerisch aus mir heraus braust. Ich bin töricht und Stillstand ist mein Gespons.
Ein säuerlicher Geruch liegt in meiner Nase und benebelte leicht meine Sinne. Der Unrat meines Denkens Zerstrahlt wird es uneinig und unrein verwahrlost faulen. Ein Verfall der Enttarnung in gebrechlich zarten Puder, wie ausgesprochenen Staub. Ich renne weg vor meinem Leben und das ist  kleinmütig, denn ich warte auf Menschen, die mich verschnaufen lassen. Aber Wegrennen war irgendwie immer schon mein Ding gewesen. Im Moment ist meinen krankgrauen Zellen alles lieber, als mich auf die monotone Drehbewegung des Laufbandes, was vor mir seine Runden drehte und einfach nicht müde wird, zu konzentrieren. Alveolen füllen sich mit Sauerstoff. Arterien weiten sich, weil das Herz schneller pumpt. Insomnia. Langsames Leben. Gedanken stürmen johlend an die kalkweise Wand. Katapultieren sich in das reine Nichts, welches inflexibel ebenso klanglos schonungslos tätig ist, mit dem toten Stillstand zu weilen. Eingebungen erweichen zu dem seelenlos verruchten Stoff.

Ich war immer der Ansicht, dass man auf der Welt mit seinen Gedanken vollkommen alleine dasteht. Diese Meinung hat sich auch nicht geändert aber ich glaube, dass jemand die unendlichen Weiten in meinem kranken Hirn verstanden hat. Und selbst wenn es nicht so ist – der Gedanke allein reicht mir. Ich dachte immer, die Musik sei meine einzige Möglichkeit, die ganzen Emotionen und Gedanken irgendwie rauszulassen und das hat am Anfang auch echt funktioniert aber ab einen gewissen Punkt der Entzweiung läuft das einfach nicht mehr. Beklommenheit. Zwerge entzünden das Feuer im Gleichschritt. Falsche Fratzen mit bunten Gesichtern.

Wie unergiebig... ja selbst unartikuliert meine Worte doch werden. Meine Posts werden immer Gesichtsloser und dumpfer. Verzeiht mir dafür. Habe das Wochenende nichts anderes getan als zu schreiben. Nach langem. Nicht die Bohne für die Schule, ein Referat über Kurt Cobain für meine Mündliche Englischprüfung in knapp sechs Wochen. Doch das fällt unter die Kategorie des Schreibens und der Leidenschaft zu der englischen Sprache, denn ich beschäftige mich gerne mit Worten. Ebenso wie mit sensiblen, zornigen Menschen und genialen Musikern und wühle mit Interesse in Büchern und Biografien, die ich bereits Auswendig kenne. Zerrissen und voller Widersprüche. Die kommende letzte Schulwoche wird mich dafür an den Pranger stellen. Und die Mathearbeit morgen wird mir das Genick brechen. nur zu.

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