Nägel
abgekaut. Augen geöffnet. Da. Schon die erste Lücke. Ein Anfang steht noch
nicht einmal fest. Leidlich ein ende. Bin nicht in Stimmung für so was. Wandle
als abgestorbener Zellhaufen durch mein Eigenheim, wühle nach Zerstreuung für
das Suchtverhalten meines Denkorgan, das ständig Geistig umnachtet ist und
Feinheiten bis zum inliegenden Wortstreit, welcher gellend im grellen Schein
reißerisch aus mir heraus braust. Ich bin töricht und Stillstand ist mein
Gespons.
Ein säuerlicher
Geruch liegt in meiner Nase und benebelte leicht meine Sinne. Der Unrat meines
Denkens Zerstrahlt wird es uneinig und unrein verwahrlost faulen. Ein Verfall
der Enttarnung in gebrechlich zarten Puder, wie ausgesprochenen Staub. Ich
renne weg vor meinem Leben und das ist kleinmütig, denn ich warte auf
Menschen, die mich verschnaufen lassen. Aber Wegrennen war irgendwie immer
schon mein Ding gewesen. Im Moment ist meinen krankgrauen Zellen alles lieber,
als mich auf die monotone Drehbewegung des Laufbandes, was vor mir seine Runden
drehte und einfach nicht müde wird, zu konzentrieren. Alveolen füllen sich mit
Sauerstoff. Arterien weiten sich, weil das Herz schneller pumpt. Insomnia.
Langsames Leben. Gedanken stürmen johlend an die kalkweise Wand. Katapultieren
sich in das reine Nichts, welches inflexibel ebenso klanglos schonungslos tätig
ist, mit dem toten Stillstand zu weilen. Eingebungen erweichen zu dem seelenlos
verruchten Stoff.
Ich war
immer der Ansicht, dass man auf der Welt mit seinen Gedanken vollkommen alleine
dasteht. Diese Meinung hat sich auch nicht geändert aber ich glaube, dass
jemand die unendlichen Weiten in meinem kranken Hirn verstanden hat. Und selbst
wenn es nicht so ist – der Gedanke allein reicht mir. Ich dachte immer, die
Musik sei meine einzige Möglichkeit, die ganzen Emotionen und Gedanken
irgendwie rauszulassen und das hat am Anfang auch echt funktioniert aber ab
einen gewissen Punkt der Entzweiung läuft das einfach nicht mehr.
Beklommenheit. Zwerge entzünden das Feuer im Gleichschritt. Falsche Fratzen mit
bunten Gesichtern.
Wie
unergiebig... ja selbst unartikuliert meine Worte doch werden. Meine Posts
werden immer Gesichtsloser und dumpfer. Verzeiht mir dafür. Habe das Wochenende
nichts anderes getan als zu schreiben. Nach langem. Nicht die Bohne für die Schule, ein Referat über Kurt Cobain für meine Mündliche Englischprüfung in knapp sechs Wochen. Doch das fällt unter die Kategorie des Schreibens und der Leidenschaft zu der englischen Sprache, denn ich beschäftige mich gerne mit Worten. Ebenso wie mit sensiblen,
zornigen Menschen und genialen Musikern und wühle mit Interesse in Büchern und Biografien, die ich bereits Auswendig kenne. Zerrissen
und voller Widersprüche. Die kommende letzte
Schulwoche wird mich dafür an den Pranger stellen. Und die Mathearbeit morgen wird mir das Genick brechen. nur zu.


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