Donnerstag, 27. Februar 2014

Eigenartig stapfte ich durch die Gegend, anders, windschief. Schiebe eine undurchsichtige Angst vor mich her, in einem ebenso weiß gott wo farbtonlos zerbröselten Wagen. Dennoch flutet Verstand  inmitten des wohligen Irrsinns durch meine löchrige Denkmurmel. Wandle pflichtvergessen durch den Tag, streune umher wie heimatlose graurotschwarze Katzen, so umstürzlerisch gegenüber aberwitzigen Leuten. Bin nicht unlaut, nur hält der Balkenkopf meine Augen im Schädel, steil dem Landstrich entgegen, engherzig den Wirkungsbereich der Rückwand  im Seitenblick. Gesellschaftskreise und dessen einzelner Gesichtskreis konnte ich noch nie generalisieren. Unsystematisch krieche ich richtungslos im mittleren Rand auf irgendwelchen wildwüchsigen Nebenstraßen. Die Sonne wird von Fenstern verschluckt. Kann nicht zu dem Herzschlag ihrer Wärme atmen. Rot und Müll geben sich die bluttriefende Hand. Ein Straßenfeger unter einer Dunstglocke, dessen Machtbereich die Luftverunreinigung sei, als ich zaghaft an ihm vorbei schleiche auf samtpfoten. Ich kriege schlecht Luft, irgendwie ist hier zu wenig davon. Ich könnte die Staubflocken von meinem schwarzen Haar wischen.
Der Asphalt, der ruhig über Jahre auf der gleichen Stelle verweilt. Sich nicht rührt oder aufplustert, sobald er aufgetragen wurde. Er lässt es sich gefallen das Autos über ihn fahren. Leute über ihn Laufen. Lässt alles mit sich machen. Ist gefangen. Kann sich nich rühren. Bewegungslos. Erstarrt zum nichts. Armer Asphalt. Möchte über ihn gehen ohne Angst zu haben, dass er unter mir bricht.

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