Mittwoch, 24. Juli 2013

stillstand ist der tod

Christian Epidemic : 1 of 249
stehen um zu sehen wie alles erlischt. dunkle schwärze, die einen überrollt aus dem nichts. keuchend vor anstregnung. ich merke, wie meine umgebung noch lebt. bin müde vom laufen. laufen. laufen. immerzu laufen. mache weiter. muss weiter. einen nackten fuß vor den anderen setzen. ich würde nicht aufhören, obwohl meine lungen brennen und mein hals schmerzt, und ich würde nicht aufhören, auch wenn meine beine taub werden und meine füße sich fühlen, als liefe ich über glasscherben. und wenn ich nicht mehr aufstehen kann, werde ich kriechen. nur um weiter zu kommen, nicht stehen zu bleiben. mich niemals auf den harten rauen asphalt bewegungslos legen. unter zwang. springen. laufen.nur um noch zu denken.  fragen. ich möchte rennen, weil ich es nicht kann. bin frei, werde es niemals sein. die zeit bleibt stehen. die luft stockt dem, der gerade ruft. alles still gestanden, nur ich kann mich vogelfrei in dieser zeitlosen arena bewegen. möchte den durch meinen körper jagenden schmerz spüren, ich will die erschöpfung meine glieder ertauben spüren. heiße flammen. hell lodern die sie auf von derren folgen. fressen sich in den schwarzen boden, der erde hinein, vernichten alles was sich ihnen in den weg stellt.  das gefühl nicht denken zu können, wirrheit in meinen schädel, es hohlt mich quälend ein. will mein fleisch brennen fühlen. die braune erde wird zu glas.  die erdkugel hört auf sich zu drehen und ich selbst kann mich als einzigste noch bewegen. klar, wie himmelblauer diamant. die seele eines bergsees tiefenblau hinter den vergessenen wäldern der unendeckten natur. wo ich der einsamkeit nicht entkommen kann. ein könig im palast, der nun stolz sein blühendes reich präsentiert. doch die bunten farben sind geschwind verblasst. dort wo ich alleine umher wandere. es herrscht ein leeres fest. leben scheint hier wie ewiger arrest. eine fremde welt. so nah und doch so weit weg. silbern scheint das kind im nebel. eine kühle macht zeigt sich nun in grausamer erhabener pracht. die magie des lebens ist verloren und kein zauber wird heute noch mehr geboren. die stille. sie kann nicht schweigen. lacht mich mitleidslos aus ohne rücksicht auf verluste meines erhitzten verstandes. nah an der verschwommenen grenze zwischen alltag und bloßen wahnsinns des lebens, welches nichts für mutlose menschen noch scheint. es gerät alles ins wanken. zeit. raum. gegenwart. nahezu alles. ich beginne weiter zu fallen. zebrechlich wie ein spinnenetz, einst so kunstvoll gewebt. aus zarten seidenen fäden, die beinahe unsichtbar in den lüften zwischen den dünnen astwerken, des blattlos, toten, schwarzesn holz schweben. ein hauch, eine bewegung und das kunstwerk zerbricht, der wert schwindet dahin zu den tiefen in den matschigen dreck. stillstand ist der tod. es muss schicksal sein, hier zu verrotten und zu warten, bis ich an der reihe bin, immer zu warten.

1 Kommentar:

  1. Du kannst do gut schreiben!
    Stay strong meine Liebe † ♥

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