Mittwoch, 3. Juli 2013

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ich bin so müde. meine augen fallen immer wieder zu. halb geöffnet, glasig und dumpf. viele harte kämpfe sind in ihnen verzeichnet. mein atem wird langsamer. höre das wummern meines herzens, das laut pocht, in meinem körper schlägt und in meinen ohren wiederhallte. es versetzt mein blut in einen wilden aufstand, lässt es lebendig werden, duch hauch dünnen venen jagen. mein regelmäßiger atem. selbst er ist müde. müde davon mich am leben erhalten. mühsam jeden atemzug zu tun. atmen kann hart sein. ich nehme nur meinen eigenen herzschlag wahr. ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn mein körper plötzlich damit aufhören würde. es nie wieder anfangen würde. aus heiterem himmel. ohne grund. wie ich meinen letzten atemzug nehme. mein herz ein letztes mal hart schlägt, bevor es zum stillstand kommt. ein sanfter schlag eines flügels. balsam ganz sacht, schleicht an sich wie feiner staub,  reißt zu boden, wirbelt  tanzend durch die Lüfte, trägt allen kummer bald weit hinfort. umschmiegt mit schwingen eine schwebende feder, die ich gerne immer sein wollte. das lilienweiß der feder, getränkt von blut. federweiche klingen schlagen dunkelrotes blut. sanfte berühungen eines spieles, welches ich niemals gewinnen konnte. seine ewige ruhe findet im farblosen nichts. stille. und in dieser ungewöhnlichen ruhe, merke ich aphatisch, das fehlen eines vertrauten, dennoch verhassten gefühles: mein herz ist stehen geblieben. meine augen sehen alles kalt und grau, ausgelaugt, ausgesaugt von den schwarzen seiten des lebens. bedrückung die nun wiederkehrt. schrecklich niederdrückend in meinen jetzigen sein widerhallt  der himmel erscheint in meinen augen fahl und matt. früher war er immer noch wunderschön blau. die wolken, sie sprechen unaussagbaren pein. die luft ist faul, steif und staar. eine trübe art mir zu zeigen: dich wird keiner vermissen. manchmal spielt mir mein verstand üble streiche, dann bin ich mir selbst nicht geheur. wesen in meinen kopf. tot oder lebendig. ruhe in frieden, meine liebe vernunft. verwesend in meinen überreizten kopf. fürchte mich selbst. mein körper fürhrt einen krieg mit der welt. fühle mich schwach, klein unhandlich gebrannt und geschlagen. für immer ewig zu leiden. zerbrochen zersplittert. zerstört und entzweit. schwebe ich ewig über das knochenbesudelte schlachtfeld hinweg. bin ein lebloses und frabloses häufchen im wind. schweben für immer. treten und feuern. entlang des roten rinnsals. ein tribut es wird sobald gefordert. ich möchte sterben diese nacht. nicht aus trauer oder hass. einfach nur zum spaß. sehen ob die ach so sagenhafte neue welt etwas schöneres für mich offen hällt. etwas wofür es sich sterben lohnt, selbst es sich lohnt nicht zu leben. und ich weiß nicht mehr ob ich bereit bin ihn alleine zu gewinnen.
_d_d_m_m_: легенда та же8 The Night of the Hunt






"du solltest deine texte veröffentlichen mit deinem wahnsinns talent. du bist die totale inspirieration für mich. hast meinen respekt."


ich hasse komplimente. ich weiß, ich sollte einfach dankbar für ihre worte sein, es annehmen aber ich fühle mich verdammt verarscht, nachdem sie mich jahre lang unterschätzt und bei nichts unterstützt hat.
hah. eine inspiration. das bin ich nicht. nein, ich versuche es noch nicht einmal. ich fluche nur verdammt viel und denke meist nur totalen mist.

ebenso wie diese scheinheiligen, falschen tussen aus dem projektchor (zusammenarbeit mit meiner und einer anderen schule) musste damals  einzeln vorsingen, weil das weib neben mir drauf bestanden hat und so lange auf meinen damaligen wie auch heutigen musiklehrer eingeredet hat, dass ich den song mal einzeln singen soll "damit wir mal deine schöne stimme besser hören"  *hust* einen song und eine blamage später haben alle auf mich eingeredet, als wäre ich weiß gott wer. dem einzigen, dem ich seine worte abgekauft habe, war mein musiklehrer.

wie gesagt: ich sollte es einfach annehmen, mich freuen und lächeln ... trotzdem fühl ich mich immer noch dabei verarscht. ich glaube den menschen nichts mehr. natürliche reaktion, wird man jeden tag als wertlose schlampe bezeichnet.


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