Donnerstag, 6. Juni 2013

fuck 'em all

Diese Woche war der Horror. Ich hasse diese Schule, komme inzwischen schon lange mit der Ausgrenzung bis hin zu Beleidigungen, Handgreiflichkeiten auch außerhalb dieses Ortes gut klar. Fuck it! Die paar blaue Flecken sind kein Weltuntergang, auch wenn es mich wütend macht und ich immer wieder erstaunt bin über meine nicht vorhandene Schlagfertigkeit. Aber WAS VERDAMMTE SCHEIßE IST EUER PROBLEM??

Ich meine... Leben ist Menschenrecht  das zwar nicht jeder genießen darf aber trotzdem ist es jedermans Recht. Umzingelt von Grenzen und Regeln, gefesselt von unüberlegten Worten und Taten. Was finden Menschen eigentlich so schwer daran, die Tatsache, dass jeder von ihnen sich vom anderen grundsätzlich unterscheidet, zu begreifen? – Sie wollen alle akzeptiert werden, aber Akzeptanz für Andere zeigen die Wenigsten. So einfach könnte es sein, hielten sich die Menschen aus fremder Leute Angelegenheiten raus und ließe besagte fremde Leute leben, wie sie es wollen, anstatt sie mit den eigenen Idealen zu belästigen. Keiner, wirklich keiner hat das Recht, über den Lebensstil eines einen völlig unbekannten oder bekannten Menschen dermaßen negativ zu urteilen. Ist nicht alles was wir tun Zwang? Die Gesellschaft schreibt uns vor was wir zu tun und zu lassen haben. Ich habe das Gefühl, unser freier Willen wird dadurch eingeschränkt. Was, meint ihr, passiert denn, wenn ein Mensch sich weigert, alles so zu machen wie die anderen? Weil er oder sie anders tickt, weil er oder sie andere Werte und andere Dinge für wichtig hält? Weil ihm oder ihr die angesagten Dinge nicht gefallen? Werden die anderen ihn in ihrem Kreis aufnehmen, mit ihm sprechen, ihn wertschätzen? Nein. Man darf sich kaum noch Kleiden wie man möchte, ohne mit seinen indiviuellen Style auf Widerstand zu stoßen, denn man ist anders als die Richtlinien der Gesellschaft. Sofort wird man schief angeschaut, beleidigt bis hin bis zu echt miesen Dingen. Das was wir als "normal" empfinden ist der Durchschnitt, jedoch will sich nicht jeder Mensch diesem Durchschnitt anpassen. Normal. Nicht Normal zu sein ist schlecht. Das ist die Richtlinie in allem, was wir tun. Sei nicht auffällig, und wenn doch, dann sei so auffällig, wie alle es sind. Versuche, alles so zu machen, wie alle anderen, so auszusehen, wie alle anderen, überall mithalten zu können, so wie alle anderen. Denn dann wird man dich, oder eher gesagt: Das, was du mitmachst, in einen Kreis aufnehmen. Denn du bist dann wie sie. Du passt dann zu allen und alle passen zu dir. Are you fucking kidding me?!


Niemals!!! Nein, wirklich niemals möchte ich zu dieser Einstellung zurückkehren. Ich hasse diese Menschheit. Menschen sind grausam und taugen nichts. Seht euch um. Wir zerstören  uns nicht nur gegenseitig sondern auch unseren Planeten. Da möchte ich mich nicht noch so verhalten wie der restliche Großteil. Ich möchte meine (schreckliche) Persönlichkeit entfalten wollen, ohne das die Leute mit den Finger auf mich zeigen, mich verurteilen und schlecht über mich denken.  Ich meine, scheiß drauf was die anderen denken aber muss das sein? Muss das wirklich sein? Diese Voreingenommenheit gegenüber anderen Menschen, diese fucking Vorurteile?  So sind Punks Unruhestifter, Emos ritzen sich und Biker sind gewalttätig. Und das alles nur, weil sie den verdammten Mut aufbringen sich nicht wie der Rest dieser Gesellschaft zu verhalten. Nein, sogar den Mut dafür aufbringen dem allen sich zu widersetzen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es viel Mut und überwindung kostet, man selbst zu sein, das und vorallem so zu leben wie man möchte. Ich liebe, bewundere Punks, Leute die anders sind (etc.) gerade deshalb, weil sie den Mut dazu gefunden haben. Diesen haben den Meisten nicht. Deshalb sollte von dem anderen Ende der Gesellschaft statt Misstrauen eher Bewunderung kommen. So verdammt anders gegen den Rest der Welt. Und warum versteht das der klägliche Rest der Welt nicht? Weil es nicht ihre Sichtweise ist, sie die Dinge nicht verstehen. Sie sind ihnen fremd. Ausgeprägter, gelebter Individualismus scheint ihnen gänzlich fremd zu sein. Und so stößt der Individualist meist nicht nur auf Verwunderung und Verblüffung, sondern auf Abstoßung, auf Ärger, auf verschlossene Herzen. Nennt mir Gründe. Was haben wir davon uns zu verbiegen, einfach nur um zu einer bestimmten Gruppe dazuzugehören, außer das wir nicht alleine sind, haben kurze Zeit spaß und Freunde, die verschwinden sobald wir unser wahres ich zeigen. Es geht um dich und nicht um die Meinung der anderen was deine Person anbelangt. Warum verbiegen? Warum machen wir es uns so schwer? Warum stehen wir nicht dazu, gehen an die Öffentlichkeit, an den Menschen in der Schule vorbei und seien einfach wir selbst? Sicher, es kann schwer sein, verdammt schwer aber mit dieser angst verspottet zu werden, machen wir nur unser Leben kaputt.

Geht da raus und zeigt es den Menschen die euch hassen, was für wundervolle Menschen ihr seit, dass es euch egal ist nicht zum Rest zu gehören. Ja, ich trage gerne schwarze, 'komische' Kleidung oder bunte Haare, Tattoos oder Piercings. Ja, ich bin schwul, bzw. homosexuell,  etc. Na und? Nein, ich gehe nicht auf Partys und saufe. Mein Leben hängt nicht davon ab, ob mich die anderen mögen oder nicht. Ich werde nicht tot umfallen, nur weil andere mich komisch finden, ich kriege auch keine Pickel davon, dass mich jemand Freak nennt. Im Gegenteil: Man sollte mit Stolz geschwellter Brust an den Leuten vorbei laufen und sich riesig über dieses Kompliment, derren komische Blicke freuen. 

Es gibt Tage, da kann ich das nicht. Ich schäme mich für den Menschen, der ich bin, was ich bin, wer ich bin. Ich bin furchtbar. Ich hasse mich und das wird sich auch niemals ändern. Ich habe gelernt mich mit meinen bloßen Gedanken selbstzuverletzen. Dazu benötige ich keinerlei Gegenstände (ha ha. schön wär's) Es sind die Worte der anderen, die sich seit den beginn meiner Geburt an mir festklammern. Doch trotzdem gibt es (selten) gute Tage. Gute Tage, an denen ich stolz bin, so zu sein, wie ich heute bin.  Weil die anderen erkannt haben, dass ich mich der Macht des Gruppenzwangs nicht unterwerfe und auf den ersten Blick einzigrtig erscheinen mag. Ich bin ich. Man sollte stolz darauf sein, das der nötige Mut dazu gefunden wurde so zu sein, was heute echt nicht leicht sein kann. Es ist die Musik – Green Day – die mich zu dem gemacht haben was ich bin. Es hat mir die Augen geöffnet. Ich laufe so herum, weil ich es liebe. Ich besitze diese Einstellung, weil es für mich die wahrheit entspricht. Ich liebe es anders als dieser ganze verfluchte Mainstream zu sein. Und es passt denen da draußen ganz und gar nicht. So verdammt anders gegen den Rest und stolz darauf.

Du musst dich wohlfühlen, du musst wissen, was du willst. Nicht die anderen.

Fuck it! Es ist DEIN Leben.


Sorry für mein scheiß geschwaffel. Mein Tag war schrecklich.
Muss jetzt den restlichen frust ablassen.


1 Kommentar:

  1. du brauchst dich doch nicht für diesen genialen text entschuldigen. er spricht das aus was ich am liebsten in die welt hinausschreien möchte.

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