Freitag, 14. Juni 2013

and i leave behind this hurricane of lies

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Gedanken tanzen durch die grenzenlosen Reichen meiner Fantasie. Sie lassen alle Farben verschwimmen, lassen sie zu einem bunten Strudel werden der versinkt in einem Schwarzen Loch, wie das plötzliche nichts. Bin eine Träumerin, die nicht träumt. Eine Melodie die niemals gesungen, in den Lüften erklingen wird. Eine Stimme die niemals spricht. Bin eine Seherin, die nicht sieht. Ich hasse es, wenn es so weit kommt; Kopfschmerzen plagen mich. Manchmal habe ich das nagende Gefühl meinen Kopf gegen die Wand zu schlagen, nur damit ich diesen Schmerz durch weiteren betäuben kann. Die Nacht wächst  mir über den Kopf. Die fast sternenlose Dunkelheit erdrücken mich.  In der Dämmerung finde ich frieden, jetzt in ihrem Dickicht, in den Tränen der Nacht finde ich eine neu gewonnene Klarheit die der Tag zerbrach. Das Geräusch einer zubruch fallenden zersplitternden Glases lässt mich zusammen zucken, gerade als ich von meiner Green Day Traumwelt aufwache und die Kopfhörer beiseite lege. Es poltert laut, das Glas vibriert. Ein Traum so finster und kalt, mir so vertraut, so leid das es mir, wie immer vor dem Augenblick davor graut. Meine Ohren surren leicht. Ich bin mir fast sicher, dass ich irgendwann in 60 Jahren einen gewaltigen Hörschaden bekommen werde. Doch bis dahin: Musik bis zum anschlag. Kreischen, Schreie und einzelne Wortfetzen lassen es mich bereuen von meinen wundervollen Grünen Träumen auferstanden zu sein, Billie Joe's Stimme entflohen zu sein, die sanft und wild zugleich mit den Klängen der lauten Musik mein Gehirn von jeglichen unnützen Abfall entfernt und Platz für die einzigartige Botschaft der Musik geschafft haben. Musik. Eine Droge. Ich spüre nur sie. Wie sie mich durchflutet. Eine Flutwelle.  Ohne sie, gebe es mich nicht mehr. Ich stände am Abgrund und wäre gesprungen. Gebe mich meiner größten Leidenschaft hin. Und nichts,  rein gar nichts, könnte mich daran hindern diese großartige Liebe zu etwas derartigen, unbeschreiblichen aufzugeben. Leicht schwirrt mir noch der Kopf von dem einzigartigen Gitarrensolo eben. Es ist wie das aufwachen nach einem wunderschönen Traum, welcher noch sanft wie ein Spinnennetz in der Luft schwebt, doch eben so leicht mit den Finger zu berühren und beseitigen ist. Stattdessen trifft mich hart die im moment grässlich wirkende Stimme der realität und der meiner Mutter, die irgendetwas halb kreischend und heulend meinem Vater entgegen schreit. Schlagartig ändert sich meine Stimmung, wie ein warmer Sommertag plötzlich in ein raues, regnerisches Unwetter überweicht. Als stehe ich vor leeren, dunklen Häsuern, aus dessen Fenstern mich mit toten Augen Monster anblicken, wüst herabglotzen, herzlos irgendwo in einer stadt, die nie mir gehörte. Kein Tunnel, kein Licht. Die wahrschenilichkeit alles nur ein Märchen? Fühle mich verloren im Kreis drehent. Selbst als ich meinen Schutzbunker verlasse, sanft lächelnd über die vielen Poster mit diesen drei wundervollen Menschen an meiner Tür streiche. Meine Mutter schreit heulend, verzweifelt: "Es ist vorbei. Ich kann nicht mehr". Stumm flüßtern sie mir zu, während die Zeile Boulevard of broken dreams dennoch immerzu in meinen Kopf stecken bleibt. Ich lächle. Zerbreche.  Ich weiß nicht wohin ich gehe. Was mein Ziel ist. Und ich laufe weiter ohne ein Ziel vor den Augen. Ich laufe, weil es mein Weg ist, der Weg, den jeder irgendwann alleine gehen muss. Dieser Weg war gesäumt von den Schatten meiner Vergangenheit. Was ich will. Wenn ich suche. Ich laufe die Straße der zerbrochenen Träume entlang. Alleine. Niemand der sich um mich kümmert. Ich bin alleine. Gefangen – und doch… fühle ich mich beinahe zuhause, in dieser schlafenden Stadt. Niemand steht hinter mir. Ich und mein gebrochenes Herz sind die einzigen. Ich wünsche mich würde jemand finden. Doch mir wurde klar, dass ich alleine bin. Dass ich verloren bin. Innerlich gestorben. Puppenaugen leben nicht. Mein Seelenspiegel splittert. Jeder der mich findet würde sagen ich lebe, aber ich war tot. Innen. Verloren. Verrottend. Der Geruch vom süßen Tod. Verwesend. Der Tod nicht auf mich wartend. Verjagt, ungeliebt, gehasst, verraten, ausgekotz. Im Feuermeer werde ich weiter baden, lautlos die Schreie meiner Todesqual. Alles mit sich ziehend mit seiner roten Spur. Die verdammten Ich lebe dort wo die abgestoßenen hausten. Bin ich noch ein Jemand? Bin ich ein Niemand? Was bin ich? Wer bin ich? Ich hatte Träume, wie jeder andere auch. Geschunden zwischen Stein und Fels, gebunden an Gezeiten und Mond. Jetzt spinnt nur die Schwärze mich in ihr traumgleiches Netz. Ich wandere durch Träume, um einen Weg zu den Sternen zu finden. Steinig, rissige Wege. Stolpere entlang im schwarzen nichts. Und die Stimmen flüßtern mir zu, neben der unendlichen Finsternis, finsterne Unendlichkeit und drei Gestalten, schimmernd voller hoffnung für mich in ihren Augen, ihren Worten, die alleinige existens; "Alles nur halb so schlimm" ohne zu wissen an wen sie ihre Worte richten, ohne mich zu kennen, von meiner existens zu wissen nehmen sie mich an einen Ort mit, zu Menschen, welche mir Kraft geben. Und ihre Stimmen versagen nicht mitten im Satz, wie derren der um mich herum, die lügen, sie seien für mich da und doch sind sie es nicht, widersprechen sich, sobald sie die heuchlerischen Worte gesprochen haben. Bin irgendwo zwischen abgebrochenen Aufbrüchen und Abbrüchen stehen geblieben, festgesteckt. Nehmen mich bei der Hand, liebevoll die Worte, die mir liebe, kraft und Geborgenheit geben. Bringen mich zum weinen, lachen, jubeln, freuen, leben. Von nun an gibt es kein zurück. Ich verlaße den Raum, die Tausend Menschen an meinen Wänden und doch gleicht eine Person der anderen. Ich verlaße mein zuhause, mein leben. Ich verlasse die Stadt, die mir niemals gehörte.

Egal was passiert. Ich habe euch. Immer.


1 Kommentar:

  1. Du schreibst so wunderschön! Ich mag deine Texte auch.Was bei dir grade los ist tut mir echt leid.Ich wünschte ich könnte irgendwas machen,aber leider kann ich das ja nicht...Am besten ist es wohl wirklich wenn du das letzte bisschen Frieden geniest was dir noch bleibt!
    Bleib stark! <3
    Ich hab dich auch lieb! :) <3

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