kitschige brief scheiße
Bereuen ist ein Wort, welches keineswegs in meinen dunklen wüsten, verworren Gedanken Korridoren auftaucht, wenn ich an unsere Erlebten, verrückten Dinge zurück denke. Verrückt und nicht von dieser langweiligen Welt. Wir haben die Dinge immer angepackt, das Beste herausgeholt, so abgefuckt die Situation, ausgebrannt wir auch waren. Überstreut mit bunten farbenfrohen Zuckerstreußeln. Gelacht, selbst wenn uns nach heulen war. Aus dem einfachen etwas neues gemacht. Von den letzten Moment an, zurückgespult wie ein altes Videoband, bis vor über einem Jahr wir unsere etwas andere Art einer Begegnung zu haben. Streiche mit den Fingerspitzen sanft und leicht über die bereits
verblassenden Fotos in meinem Gedächtnis. Unterdrücke die Tränen, wenn
ich die Augen wieder für die Welt vor mir öffne, und in dein Gesicht in meinen Gedanken
blicke. Anders siehst du aus, fremd. Wie ein verzerrter, blasser
Schatten im Sonnenlicht. Verzerrt. Nicht echt, dennoch da. Einen veschwommene Illusion. Auf Händen und Füßen, getrennt von dem was du warst. Bestimmt gibt es immer hinterlistige Personen. Es gibt immer jemand, der mich nicht versteht. Mich für meine
alleinige Existenz hassen, werden mich hintergehen oder hinter
meinem Rücken lästern und beschissene Gerüchte in die Welt setzen. Doch du warst nie jemand der so gehandelt hat. Ich möchte nicht behaupten, dass du ein Engel warst. Oh Gott. Niemals! Wir sind die anderen Mädchen. Vielleicht sogar die bösen. Normal sein ist langweilig. Rebellion. Das war immer unser Ding. Fuck 'em all. Die Musik, die uns durch die größte scheiße hinweg begleitete. Nicht die Hintergrundsmusik. Sie nahm alles ein. Wir zwei. Gegen den abgefuckten Rest der Welt. All die Feinde. All die Freunde. All die unnötigen Tränen. Leidensgenoßen im bittersüßen Leben. Zieh dein Ding durch, ohne auf die Menschen rücksicht zu nehmen, die dich hassen, dir den Tod wünschen und dir alle noch so erdenklichen Krankheiten wünschen, mit Steinen nach dir werfen. Ich möchte damit nur ausdrücken, dass du die einzige Person warst, die allein mit ihrer Gegenwart bewegen konnte, mich aus einem tiefen Loch zu bergen. Allein durch dein bloßes, stummes Schweigen. Es sagte mehr als unnütze, schauderhafte Worte. Reden ist nicht meine Welt. Das alles ist nicht meine Welt. Die verschmorten, festsitzenden Schatten aus meinem schwarzen Herzen zu saugen. Das hast du geschafft. Allein durch deine wundervolle Art, die Dinge dieser Welt anders und doch so realistisch zu sehen. Dein unahnbares Talent in gewissen Dingen tief in dir, die ich niemals leisten könnte. Dein Mut, dein kranker Humor und etliche Punke mehr die ich bewundere an dir. Selbst jetzt noch. Immerzu, bescheiden selbstkritisch und doch so voller Hoffnung eines Tages große Taten zu verbringen. Die Menschen zum nachdenken zu bringen. Und das wirst du. Das wirst du, so wie ich es hier schreiben. Du bist nicht scheiße;, du wundervolles Mädchen.. Wenn dann, bin ich es.
Warum ich in Vergangenheitsform von dir Spreche? Alles geht zuende. Auch solch geniale Zeiten wie noch gestern. Ich habe einfach das Gefühl, sollte es auch noch nicht offizell sein. Unser Leben. Es zu leben bedeutet gleichzeitig, Kompromisse mit ihm schließen zu
müssen, Verträge zu unterzeichnen, mit Blut, manchmal Tränen. Den Weg
bis zum Ende zu gehen, Konfrontationen mit dem Schicksal zu ertragen und
nicht ein einziges Mal zurückzublicken. Es zieht so schnell an uns vorbei. So schnell. Ich kann dich nicht mehr festhalten, dich an mich binden. Du wehst längst an mir vorbei. Ich hätte nicht gezögert. Niemals. Ich hätte es gar nicht wagen können. Zögern. Nur eine Sekunde daran zu denken, diesen Weg auf Ewig nicht mit dir vollends zu gehen. Jedoch war dieses scheiß klischeehafte Beste Freundinen für immer getue noch nie unsere Welt. Allein das waren wir noch nie. Was auch immer wir waren... Es würde nicht aussagen, wie wichtig du für mich bist. Mein perfektes Gegenstück. Trotz allem. Enttäuschung. Wut. Ja sogar hass. Hass auf mich selbst und die bittere Wahrheit. Unwichtig. Unwichtig bin ich dir. Verraten hast du mich. So fühlt es sich tief im inneren an. Die Pläne allesamt über Bord geworfen. Freundschaft. Das Versprechen. Gebrochen. Zerissen. Gestorben. An der steil fallend felsig Küstenwand, das weis schäumige Wasser wie Wolken sich erhebt und fällt wie Regen tosend und ungerecht ohne zu achten, wen es mit sich reißt. Und doch kann ich dich verstehen, so gut. Du lässt mich nun links liegen, hast ein neues Spiezeug gefunden, dass dir anscheinend besser gefällt. Ist es mein Fehler. Liegt es etwa an mir? Ich weiß, ich habe Mitschuld. Kontaktunfähigkeit, Freundschaften zu halten war noch nie mein Fall. Ich muss damit leben, keine bloße Antwort, keine Nachricht mehr wert zu sein. Seit Monaten kein Wort miteinader geredet. Du lässt mich nur so lächzen nach deinen Worten. Nur ein Wort aus deinem Mund. Ein Wort? Zu viel verlangt? Eine Begegnung. Eine Umarmung. Habe längst deine tröstend, sanfte Stimme vergessen. Meine Gedanken, mein Gehirn hat sie verschluckt in den großen, gewaltig, zerstörend Wellen. Auf ewig nimmer wiedersehen. Wie kann ich nur? Vielleicht das letzte mal. Diese Gewissheit im Hinterkopf, erfüllt mich mit nackter, schwarer Trauer und spitzen Schmerz. Manchmal lässt mich diese Wut voller Enttäuschung tief in mir toben. Heftig, bis sie an die oberfläche gespült wird, zusammen mit dem schleimigen Monster voller hass überdeckt. Deutlich die Konturen zu sehen zwischen hass und liebe. Hingerissen. Hergerissen.Vielleicht habe ich meine Chance verpasst. So ist es dann wohl.
Ich? Kindisch? Mag sein. Lass mich Kindisch sein. Scheiß auf's Erwachsen werden. Das wollte, kann, werde ich nie. Du wirst an mir vorbeiziehen, wie einst die wildesten, größten Stürme mit solcher Kraft die Häuser und Bäume umzuschmeißen. Jahrhunderte lang her. Fataler Schaden, der bis heute zu erkennen ist.
Ich? Kindisch? Mag sein. Lass mich Kindisch sein. Scheiß auf's Erwachsen werden. Das wollte, kann, werde ich nie. Du wirst an mir vorbeiziehen, wie einst die wildesten, größten Stürme mit solcher Kraft die Häuser und Bäume umzuschmeißen. Jahrhunderte lang her. Fataler Schaden, der bis heute zu erkennen ist.
Und das alles, nur damit du siehst, wie meine Seele Schritt für Schritt dem Abgrund entgegen neigt.
ich liebe dich.
und ich dachte noch ich wär alleine und mich würde niemand verstehen.. tut gut zu wissen, dass da jemand ist der genau das gleiche fühlt ♥
AntwortenLöschenvielen, vielen dank das kann ich nur zurückgeben!
xoxo celine ♥
Wow. Das ist so richtig, richtig schön geschrieben. Ich hab' richtig Tränen in den Augen bekommen...
AntwortenLöschenTraurig :(
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