Sonntag, 12. Mai 2013

Stiller Killer


547774_521794074528558_1437462611_n_large

Leere hing mit schwarzen und weißen Schatten im Raum. Tanzend uns verschlingend umgarnten. Wir konnten förmlich sehen, wie sie dickflüssig schwarz, als sei es rotes Blut, welches durch die Schwärze perlt, die Wände hinabsickerte. Durstig. Hungrig. Wir, die gejagten, die geflohenen, die die Geborgenheit, Liebe suchten. Vom Leben verdammten. Vom Tod verjagten, ungeliebten, gehassten, verraten, ausgekotzt aus der schmorrenden Hölle, des ewigen Verdammnis bringenden Ortes. Im Feuermeer haben wir gebadet. Der verwesente Gesantk verbrannten Fleisch. Den Schrei des Pein verschlossen in unserer Kehle. Keine Träne war Zeugen unsere Todesqual. Getragen auf Schmerz. Immer weiter in die Zuflucht der Nacht. Die Verdammnis wartet nicht auf uns zwei dunkle Seelen. 

Graue Wände. Als sein sie kahl geschoren. Leblos. Nicht imstande irgendwas zu fühlen. Die Perfekte Abbildung unsere selbst. Spiegeln uns das wieder, was wir jetzt fühlen. Haben aneinander, nicht mehr. Verankere deine Hand in den eisig kalten meiner. Wie ein Schiff, welches die letzte Seefahrt gefahren ist, stolz für immer am Heimathafen anlegt. Lasse diese nie wieder los. Marionetten. Von Fäden geleitet, gezogen gezerrt. Missbraucht, gedemütigt, gebrochen. Schwächlich vom Kämpfen, gegen den kalten Herr des Todes. Das schlimmste was uns widerfahren kann, trägt den dunklen Namen der Einsamkeit. Verbringen die Zeit Stumm schweigend in einem Raum. Die Tür verschlossen. Den Schlüssel in die Weiten der schwarzen Meere fort geworfen. Verrostet, innerlich aufgefressen, gebrochen auf kahlen, grauen Fels. So auch die Seele unserer selbst. Verloren in den Tiefen des grauen Meeres. Verschwunden auf ewig. Niemand kann zu uns durchdringen, außer wie aneinander, immer noch die Hände gekreuzt, still ineinander und zugleich die unsichtbare, wehende Schatten von Einsamkeit getrieben. Nur wir und die Einsamkeit. Niemand wird uns finden, niemand wird zu uns kommen. Sitzen hier. Stumm. Verschlossen tragen wir unsere Gefühle in die ununterbrochene Leere. Kein taubes kaltes Lächeln. Das sprechen verlernt. Analysieren unser geschundenes Leben in Gedanken ganz genau. Stundenlang. Von Beginn der ersten Erinnerung. Suchen nach Gründen, nach Lösungen für dieses verworrene Rätsel. Erfinden neue Abschnitte. Versuchen weiter nachzudenken. Fragen zu stellen, über das was passieren könnte heute, sowie morgen oder in den drauffolgenden Jahren. Vor unseren Augen ein nie enden wollendes Bild. Wir haben es selbst zusammengestellt. Puzzleteile. Die endlich verworfen werden müssen. Es wird uns zerstören von innen, weiter, Stück für Stück. Vielleicht wird es gut gehen. Kurzfristig. Dann bereite es uns größere Probleme, als dass wir diese je besiegen könnten. So steigen wir hinab, erneut in die taube Düsternis. Verdammt dazu. Verdammt auf ewig im Schwarzen Nebel.


Willkommen in der Hölle, liebes.

1 Kommentar:

  1. ich kann nichts sagen
    mir fehlen die worte
    um dir zu zeigen
    wie sehr ich den text
    anfangen zu liebe
    er beschreibt die lebenslüge leben haargenau.
    du beschreibt alle tiefgründe deine gedanken
    so unfassbar
    das mir die worte fehlen.
    du machst mich sprachlos.

    AntwortenLöschen