Mittwoch, 15. Mai 2013

I was only dreaming Of another place and time

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Voller Panik bin ich hektisch weg gelaufen. Fort von allem Übel, das mich plagte, mit Todeshänden nach mir griff. Ich laufe entlang, die mit Menschen übersäten Straßen. Dabei sehe ich in unterschiedliche Gesichter. Einige von ihnen scheinen freundlich zu sein. Die anderen... Nun, die scheinen mir das genaue Gegenteil davon. Ich sehe den Schrecken in deren Augen. Frage mich, wieso sie solche Angst verspüren. Durchbohren mich mit stechenden Blicken, als würden sie sich jede Sekunde auf mich stürzten wollen, mir die Eingeweide aus meinem Körper reisen. Dieser stechend, gar bitter böser Blick. Entfacht Angst und großen Zweifel tief in mir. Nichtsahnend bin ich gegen ihn gelaufen. Wie zwei Welten aufeinander prallen. Sei es nur in diesem Traum. Schmerzend habe ich mir die Stirn gerieben, als sei mein Gegenüber aus kaltem Stein. Ich laufe weiter, Schritt für Schritt von ihm fort. Mein Bruskorb leer, fühle mich schwer. Drehe mich um, von meinem Unterbewusstsein getrieben. Steht noch immer am Ort unseres Zusammenstoßes. Kopf und Gesicht verdeckt von dunklem einhüllenden Stoff. Wer bist du eigentlich? Sehe dich immer in meinen verworrenen Träumen. Erinnerst mich an ein Monster. Das Monster tief in mir. Sehe häufig dein Gesicht, gehüllt in lauter Entsetzen. Warum bist du hier? Ich kenne dich nicht. Ich habe nichts zu sagen. Plötzlich fängt mein Kopf an zu dröhnen. Tausende Stimmen werfen mit Wörtern um sich. Schreien mich an. Ich habe das Gefühl, als werde ich wahnsinnig von diesem Schwall an unverständlichen Wörtern. Flieeßen wie das Wasser eines Wasserfalles auf mich hinab, berauschen, verhüllen mich vernichtend mit tödlichen Wasser. Ich will fliehen, doch mein Körper ist wie gelähmt. Ich will mich konzentrieren, doch die Stimmen werden immer lauter. Bis sie abrupt verstummen. Der Wind sie mit sich trägt, in dem grauen nichts der Wolken in sich verschluckt. Ich schließe die Augen und konzentrierte mich auf das Wispern des Windes, der mir um die Ohren bläst. Manche Leute sagen, die Natur spräche durch den Wind zu uns. Sie können diese Sprache verstehen und deuten. Ich verstehe, was sie meinen. Der Wind flüstert mir zu; er erzählte mir. Wie es wohl ist, zu fliegen? So leicht wie eine Feder durch die Luft zu schweben, vom Wind geschaukelt zu werden? Frei zu sein? Vom Frei sein ist hier an diesem verdammten Ort niemals die Rede. Ich fliehe gedankenlos, getrieben von nackter Angst, hinweg durch die dunklen Häuserzeilen an ihm vorbei. Eile, keine Zeit zum Atmen, leben. Ich laufe, mit meiner ruhelosen Seele, schreie, verwirrt umher. Jedoch schenkt mir keiner einen Blick, Aufmerksamkeit. Schauen mich nur an, als sei ich Geisteskrank, nicht von dieser Welt. Keine Antwort auf meinen Schrei. So schreie ich lauter und lauter. Doch die Menschen gehen erneut an mit vorbei, als ob nichts geschehen wäre. Können sie mich nicht hören? Stumme Panik. Die anschwelt, überschwapt aus mir. Ein Überfülltes Glas voll mit Flüssigkeit. Flüssige Panik in Form von salzig feuchten Tränen fließen wie ein Sturzbach. Kontinuierliche Gießen der Tränen auf den Boden. Tropfen für Tropfen befeuchtet meine Augen und fällt langsam auf die Wangen. Ich kann nicht sprechen. Renne, renne, renne, bemerke fluchend, ich laufe auf der Stelle. Immer noch stehe ich an Ort und Stelle auf dem schmutzigen Asphalt, überseht mich winzigen Staubkörnern tief in den Straßenrillen. Denn wie soll es auch anders sein, das hier, ist nur ein verdammt mieser Traum. Alles nur ein Hirngespenst, erschaffen von meiner lebhaften, düsteren Fantasie. So irre ich bis heute weiter umher. Von außen mag ich schlafend aussehen, aber innerlich führe ich einen Todeskampf, wobei ich in diesem Augenblick dem Tod sehr dankbar wäre. Ich will schreien, irgendwas, nur bitte, mach, dass es aufhört. Die Stimmen überlagern meinen Verstand, während ich verzweifelt versuche, mich zu wehren. Jetzt muss ich sterben. Ich sehe dem Tod beinahe jauchzend entgegen. Erlöst von bitteren Qualen. Bin beschränkt durch die gläserne Wand. Blutige Spuren an meinen Händen. Bin eingeschlossen in meinem eigenen schauderhaften Traum. Wer weckt mich endlich auf? 



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