Donnerstag, 9. Mai 2013

Himmelblau

Meine braunen Augen starren in den leeren Himmel. Blau. Die Farbe der Unendlichkeit. Die unendliche Weite des Himmels, sie lässt sich nur erahnen, sie lässt mich denken, lässt mich fühlen. Wie die Tiefen des Meeres. Geheimnise tief am Grund der Quelle. Geheimnisvolle Zauberei. Schwebt über mir. Getrieben von Geisteshand.Wie wäre es ein Teil von diesem ganzen zu sein? Himmelblau. Die Farbe einer tiefen Seele. Wie im Banne des Eises. Leer, es fühlt sich leer an dort ins nichts zu schauen. Ich sehe Leere, ich bin Leere und liege auf Leere. Umgeben von unvorstellbarer Leere. Kann sie spüren. Beinahe. Mit Todeshänden nach ihr greifen. Ich scheitere in Sekundenschnelle. Fast so, als würde ich versuchen nach den blinkendet, hell leuchtend Sternen zu greifen. Liege auf dem warmen Asphalt auf irgendeiner Straße und starre in das blaue nichts.  Der Asphalt, der ruhig über Jahre auf der gleichen Stelle verweilt. Sich nicht rührt oder aufplustert, sobald er aufgetragen wurde. Er lässt es sich gefallen das Autos über ihn fahren. Leute über ihn Laufen. Lässt alles mit sich machen. Ist gefangen. Kann sich nich rühren. Bewegungslos. Erstarrt zu Eis. Armer Asphalt. Meine nackten Hände sind links und rechts von mir auf dem harten Asphalt abgelegt. Lebensmüde? Mag sein. Weil ich ein Nichts bin. Ich warte nur auf diesen einen Moment. Der Moment, in dem ungeachtet ein Fahrzeug auf mich zu fährt. Sie sind eiskalt.Wie ich. In mir diese Kälte. Die sich durch meinen Körper frisst. Umschließt langsam mein Herz. Und alles was darin ist. Sie geht mir durch Mark und Bein. Mit jedem Schritt. Mein Blick wird blinder.
Tumblr_lzeia98kpy1r278dio1_500_large Wieder weht der Wind um mich herum und reißt meine Gedanken fort von dem allem. Schleichend kam sie näher. Entzweite sie. Gespalten. Blutend liegen sie nun dort. Siehst du? Die scharfe Axt. Von Unendlichkeit getrieben. Fährt sie nieder. Reißt Gedanken entzwei. Lässt mich fallen. In die grauen Grenzen der schwindeten Realität. Ja, in der Realität ist es kalt. Eisig. Ich wünsche mir, ich könnte mit diesem Wind gehen, wenn gleich er auch kalt ist, aber doch frei. Wehen. Laufen. Hinweg. Einfach nur ohne Ziel. Über Wälder und Felder. Über Flüsse, über das weite blaue Meer. Nur weg von den Menschen. Immer frei sein. Meine Gedanken nehmen mich ein. Scheußlich, ekelhafte Realität erobert mein Festung der Traumwelt erneut zurück. Stürmt sie auf mich ein. Doch dieses eine mal: Ich wehre sie ab. Und wieder. Ich trifte ab. Die Realität verschwimmt vor meinen Augen. Es gerät alles ins Wanken. Zeit. Raum. Die Gegenwart. Scheinbar alles. Ich beginne weiter zu fallen. Nichts was mich halten kann. Kein Entkommen.Strecke die Hände aus – doch vergeblich. Keiner ergreift sie. Mein Leben treibt mich immer mehr in den Strudel der Verdammnis. Er drohte mich zu verschlingen, mich mit Leib und Seele aufzufressen undmich  in einen Strudel des wahnsinn zu ziehen, aus dem es kein Entrinnen gibt. Ich schwimme gegen den Strom an. Kämpfe. So fühlt es sich an.Wann würde ich schreien? Wann unter dem Druck zusammenbrechen? Abrupt Blicke ich auf. Den Boden spüre ich deutlich unter mir. Der Asphalt einst so warm, nun so kalt. Sekunden vergehen. Sekunden indenen ich in helles Scheinwerferlich starre. Motorgeräusche höre. Endlich. Gebannt. Atemlos. Ersarrt zu Glas. Wie Diamant so klar. Es fühlt sich an als wenn die Erde einen Moment aufhört sich zu drehen und ich selbst bin die Einzige die sich bewegen kann. Eine Sekunde lang steht die Erde still, dann trifft es mich mit voller Wucht sodass ich an nichts mehr denken kannst als an die rohe Gewalt mit der es mich erwischt. Stechen. Müdigkeit. Überwälltigend. Zu Boden reißend. Meine Atmung flacht ab, normalisiert sich. Meine Lippen beben.Schmerz. Nein, ich kann keinen Schmerz mehr fühlen. Ich fühle Wärme, ich fühle ein Kribbeln. Und dann verschwimmt alles. Ich erkenne nur verzerrte Bilder, die sich langsam auflösen. Abspielen, als drücke man auf die Play Taste. Erkenne nichts mehr. Die Sicht, sie schwindet. Nur eine endlose Schwärze. Totenstille."Schlafe, kleines Mädchen." füstert eine Stimme in mein Ohr. Eine Stimme, die keine Wiederworte zulässt. Eine Stimme, die stimmlos ist. "Schlaf."  Eine Stimme, welche die Stille durchschlägt, wie ein harter Stein Glas durchbricht. Ein letztes wispern, ein letzter Hauch in die sanfte Stille, des langen Tages. Lass mich schlafen, nie mehr aufwachen. Lass mich gehen.


Ihr schickt mich auf ein Schlachtfeld, das sich mein Leben nennt. 
 Mit gezücktem Schwert. 
Es ist zu schwer für mich. 
Ich kann es niemals halten.
 Ich lasse es fallen, denn ich kann nicht kämpfen,
 muss davon rennen vor dem Feind.

Kommentare:

  1. deine texte treffen mich jedes mal ins herz. deine worte sind aus gold, dein talent nur so greifbar.

    pass bitte auf das innere in dir auf.

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  2. Ich glaube es ist Monate her als ich das letztes mal dir geschrieben habe.Aber ich hatte viel um die Ohren und da ist das Lesen mit den Blogs echt zurückgefallen...tut mir leid dafür :/
    Erstmal,wollte ich dir sagen das du einfach sooooo wundervoll schreiben kannst.Echt jetzt! Ich muss zugeben,ich bin gar kein Lesetyp! Bücher sind einfach nicht so mein Ding.Du schreibst aber so wundervoll das es mich jedes mal aufs neue fesselt und man kann sich einfach genau hineinversetzen! Würde jeder Autor so schreiben wie du,würde ich wohl jedes Buch lesen.Ich weiß du magst keine Komplimente,aber du hast echt ein Talent zum Schreiben und ich finde du solltest wissen wie gut du bist.
    Es ist echt viel passier als ich das letze mal geschrieben habe :\
    Aber in dieser Welt müsst du stark sein und ihr zeigen das dich nichts und niemand unterkriegt...
    Und vergiss nicht,für irgendjemandem bedeutest du immer was!
    Fühl dich ganz dolle von mir gedrückt und ich hoffe das sich das Schicksal mal endlich für dich ins Gute wendet! ♥

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