Freitag, 10. Mai 2013

Wertlose Gedanken

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Ich habe eine Art hass auf mich selbst entwickelt. Wut und hass umschließen bestimmend meine nackte Existenz. Einen schwarzen Mantel tragend, vollgepackt, umhüllt mit negativen Gefühlen. Bin mit diesem Stück dreckig Fetzen Stoff so wahnsinnig weit gegangen. Es hällt mich gefangen. Meine durch Dunkelheit getrübten Augen, sehnsüchtig leuchtend zwischen den verrosteten Gitterstäben hervor, die tanzende, herausforderne Freiheit erspähen. So verdammt lange. Mein schrilles kreischen. Bleibt unbeachtet. Als flögen Möwen voller Freiheit getrieben über eure bunten Schädel, kreischend und schreiend. Unbeachtet. Nicht wahr genommen.
Möchte mir dir Seele aufschlitzen, mir den Ton aus meiner Stimme klauen. Das qualvolle, zugleich Stumme ungehörte schreien mit den langen Fäden aus meiner Kehle ziehen. Wie ein aufgeschlizter Fisch. Blutend und Still. Möchte die Gitterstäbe durchbrechen, meine Knochigen Finger raus in das wohlig warme Sonnenlicht strecken. Mein leichenblasses Gesicht in die wehenden, ungehaltenen Stürme entgegen bringen. Doch dieser Wunsch, diese Hoffnung ist Schall und Rauch. Vergangen und verweht. Sie ist Illusion, denn die Geborgenheit, nach der ich mich sehne, existiert nicht.

Schwer, meine müden, von schmerzen gequälten Füße mich noch tragen. Bis an die verschwommenen Grenzen des Abgrundes. Laufe schnell. Beschleunige meinen Schritt, werde reißend und raube dem Land das Antlitz. Dem Ende dieser schauderhaften, schmerzdruchtränkten Welt. So groß. So unbeschränkt endlos. So leer. Möchte alles fallen lassen. Mich fallen lassen. Am Bergrand. Der Wind weht. Vor mir die Schlucht. Ich geh ein Schritt vor. Plötzlich mich hält was ab. Der Wind wird heftiger. Eine Hand greift nach mir. Wilde, teuflisch böse Kreaturen. Schlagen ihre Klauen nieder in mein schwarzes, durchlöchertes Herz. Das Monster, nimmt mir jeglichen Wert in mir. Unzerstörbar. Zeitlos hier. Unfähig nicht von alleine zu wachsen. Das Ding wird größer mit jedem schlechten oder negativen Wort, was andere über mich sagen, egal ob scherzhaft, ernst gemeint, und nichts noch so positives, oder gar liebkosende Worte. Scheinbar nichts hebt diesen hass auf. Zerfressen von Selbsthass. Grau. Grau ist mein Körper. Wer liebt schon verwelkte Blumen? Wer liebt verblichene Farben? Ein grauer Schleier, der sich einnehmend über mich legt. Eben dieser graue Schleier, hat auch die einst so stolz farbenfrohen, glänzenden Farben einbüßen und im lauf der Zeit verblassen lassen, wie früher Morgennebel in der Sonne. Die bunten Farbmischungen aller Art, die mein inneres zum Strahlen brachten. Ausgebleicht. Schmutzig, hässlich, verdorben. Wer liebt schon den verblichenen Aschestaub? Möchte meine Hand in den zerbrechlichen Spiegel tauchen. Eintauchen in meine äußere Erscheinung. Scherbensplitter. Sanft ümhüllend von roten Diamanten. Reines Blut auf weisen Marmor. Ein dunkler Kontrast. Stark hebt er sich hevor auf weiser Haut. Hell leuchtend. In den trümmern der spiegelnden Scherben, sehe ich meine Tränen fließen, könnte meine Sensibilität manchmal einfach erschießen. Kaltblütig. Jetzt, sofort auf den Abzug drücken. Beobachten wie die blutigen Tränen sich in Staub auflösen. Verwesen. Jeder ist sich selbst ein Richter. Ein Urteil wird fallen. Die Worte. Fallen. In unferner Zukunft. Ich bin mir mein Henker. Und richte mich nach und nach zugrunde. Das bodenlose Grab längst geschaufelt in brauner lebloser, matschiger Erde. Bis ich mir selbst meinen Grabstein setze. Nichts lebt, alles stirbt.

Wenn man sich selbst nicht liebt, wer soll es dann tun?


ps: habt ihr eine ahnung, weshalb es von manchen blogs die neuen posts nicht bzw. niemals auf meinem dashboard anzeigt? ich habe nun sämtliche male die blogs entfolgt und wieder gefolgt in der hoffnung, das sich etwas ändert, doch vergeblich... langsam wird es echt lästig -.-

Kommentare:

  1. es stört niemand.. warum sind wir so alleine? sag mir das..
    doch ich bin unwichtig..
    du bist eine ganz liebe person..
    kann man zu dir auch kontakt haben?
    also facebook oder icq..?♥

    und danke.. du auch♥

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  2. och nee.. kannst du meine neuen posts etwa nicht mehr sehn? :(
    blogger spinnt in letzter zeit glaube ich etwas..

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  3. Danke. Pass du auch auf dich auf. Alles gute, wünsch ich dir.
    Ich glaube, Hass ist etwas was bleibt. Für immer. Hass ist etwas, was sich in jemanden hinein fresst. Und dort fesr steckt. Und langsam verwest mit der Seele eines Menschen. Hass bleibt. Irgendwo, irgendwie. Hass ist da. Ich weiß, komische Vorstellung.
    Alles liebe, xx

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  4. Ich will jetzt nicht mit 'Alles wird wieder gut' oder so kommen...
    Denn das stimmt einfach nicht...
    Hass - und vorallem Selbsthass - ist meiner Meinung nach etwas schreckliches und er wird nie wirklich vollständig weggehen...
    Pass auf dich auf und du kannst ja zu mir kommen wenn du jemanden zum reden brauchst :/

    Alles Liebe und fühl dich gedrückt ♥

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