Montag, 20. Mai 2013

getrübtes kinderlachen

Kinderlachen schellt durch die Gassen. Herzlich. Unbeschwert leicht, fast schwebend durch die köstlich kalten Lüfte. Die Sonnenstrahlen scheinen durchs Fenster und treffen auf meine blass schimmernde Haut. Im Gegenzug wirkt die Szene die sich in diesem Gebäude abspielt beinahe surreal auf mich. Doch die Realität wandert immerzu mit gefährlich, harten Schritten auf mich zu. Rasselnd und keuchend schreitet sie näher, sich an Lebenden zu rächen. Aufbrausend Schreien voll Unendlichkeit. Kälte umklammert alles, schließt mich ein. Mein Blut rinnt langsam meinen Arm entlang und mischt sie mit den Tränen die ich weine. Stumm, die mich zu Grabe tragen. Ich öffne meine Augen. Das Blut trübt den sonnigen Morgen und selbst das fröhliche Lachen scheint nun fehl am Platz. Geblendet vom grellen Licht und Tränen sehe ich verwischt den Schnitt den ich mir zugefügt habe. Rot fließt zu Boden hinab, tropft von den Händen hinab. Aus verkrusteten Rändern. Durchtränke die Welt mit meinem bitteren Blut. Auf Wellen wird es all dies schnell tödlich erobern und alles wird Blutrot. Jene bunte, dumme Welt versinkt im dunklem Schleier, der sich spielend leicht, wie düsterer Morgennebel um all die Leichen legt. Die Menschen ertrinken kreischend in meinem Schmerz und Hass. Tot. Erkenne, dass es nicht nur mehr ein Schnitt ist sondern eine große Wunde die zur Narbe werden kann. Doch davon habe ich genug. Verstummt weilt mein Körper auf dem Boden von Erkenntnis die brechend und brennend in Verzweiflung alles sich nimmt. Bilder ziehen mir durch den Kopf. Bilder von einem kleinen Mädchen, dass scheinbar alles hatte. Es hatte Spaß und wurde von jeden geliebt. Dachte ich. Naives kleines Mädchen. Doch dieses lachen verschwand und eine junges Mädchen liegt im Sarg. Gebettet auf schichten von Selbsthass, Problemen und schwarzen Dämonen die sie umgeben. Totenwache schieben, damit sie niemals wieder aufstehen kann. Verwesende Seele, geschunden sitzt sie beißend müde in mir. Gestank von Tod. Weit im grauen Land. Breitet er sich jauchzend aus. Wie ein leises Echo das hallte, spielten sich die Bilder in meinem Kopf wieder. Liege nun immer noch einsam gebrochen in meinem Sarg. Sobald wird er zu Grabe gelassen und ich im nichts verschwinden. Auf das meine Seele jauchzend die Freiheit erklimme. Endlich tot.
 


http://i-dont-have-a-fucking-gun.tumblr.com/

Weil Bilder mehr Worte sagen, die ich je benutzen könnte.
Deshalb lasse ich diese nun für mein Leben sprechen.

Kommentare:

  1. Wow..du hast einen tollen Schreibstil gefällt mir :) und ich denke die Bilder, die du mit deinen Worten in die Köpfe anderer pflanzt sind besser als jedes Foto

    Lg. Saraphina

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    1. Vielen Herzlichen dank für deine lieben Worte.
      Das freut mich wirklich :)

      lg zurück

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