Sonntag, 19. Mai 2013

Ich bin nicht mehr zuhause. Ich dachte, hier könnte es mir besser gehen. Ich sollte aufhören zu denken. Größter fehler meines Lebens. Was nützt mich ein echt krasses modernes Haus, zwei große knuffige, hyperaktive Hunde, die zu meinen treusten Begleitern geworden sind, wenn ich eigentlich nur noch wieder zurück in mein eigenes Zimmer möchte. Behängt mit meinen Green Day Postern. Noch schlimmer ist, dass ich mich hier furchtbar einsam fühle. In eine Rolle gequetscht, die ich niemals spielen wollte. Für meine Gastgeber, bin ich das glückliche brave "Kind", gut gelaunt. FUCK YOU!

Teilweise habe ich das Gefühl, dass das ganze Leben so oder so nur ein großes Spiel ist, welches unmöglich zu gewinnen scheint. Dennoch lasse ich mich immer wieder auf einen Moment der Hoffnung, einen Moment des Glückes ein, welcher mich dann aber immer weiter in dieses Loch reißt. In ein unendlich schwarzes Loch. Es streckt sich ein Arm hinauf, packt mich mit Todeskrallen und zieht mich hinab in die tödliche tiefe. Dieses Loch der Verzweiflung und der Angst, der Unwissenheit und der Sehnsucht. Das Problem hat geradezu gigantische Ausmaße angenommen und doch existiert es nicht. Ich suche und doch finde ich nichts. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem du nicht mehr weiter kannst. Der Punkt, an dem du dein Pensum nicht mehr erfüllen kannst. Der Punkt, an dem du merkst, dass du kraftlos bist, der Punkt, an dem du keine Menschenseele mehr in deine Nähe lassen willst. Der Punkt, an dem du dich verkriechst und dir die Decke über den Kopf ziehst, einschläfst und  Stundenlang schlafen kannst, an dem du hoffst, nicht mehr aufzuwachen um das Fiasko, dass du dein Leben nennst, zu einem Ende zu bringen.

Wenigstens sind mir 'meine' Hunde treu. Menschen taugen nichts. Denn hier bin ich wirklich einsam, alleine. Hier kenne ich niemanden und es ist nicht so, als könnte ich mal schnell eine 'beste Freundin' anrufen um mich auzuheulen, was ich so oder so nie tun würde. Das Haus steht allein, niemand zuhause. Ich habe mich deswegen in den gut gefüllten Weinkeller begeben... Alkohol. Fuck it! Immer eine Lösung für den Moment. Das einzige was mich daran erinnert zu leben, ist das bellen der Hunde, das Geräusch wie sie mit ihren Tatzen über den Bode fegen und sich winselnt neben mir nieder lassen, als würden sie meine traurigkeit spüren. Fazinierend diese Wesen. Und so tröstend. Gerne würde ich etwas 'richtiges' Posten aber mir fehlt die Zeit. Auch wenn ich bis spät in die Nacht alleine sein werde. Unheimlich. Das Haus.


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1 Kommentar:

  1. wenn du mal einen tag keine wörter auf deinen blog hinterlässt fehlen sie mir. deine worte fehlen mein inneres sehr.

    ich hoffe mit dem beenden meinst du nicht dein leben, ich hoffe das du morgen die augen aufschlagen kannst und deine hunde um dich herum wuseln und dir das gefühl geben, dass sie dich nie allein lassen, ich wünschhe mir das du morgen tee oder kaffee machen kannst und du die wärme von innen spüren kannst.

    bitte bleibe der welt erhalten.

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