Laut. Nichts als Dröhnen in meinen Ohren. Der penetrante Bass gräbt sich tief in meine Eingeweide. Aggressiven Klänge der Musik, strömen durch die Kopfhörer in meine
Ohren, der Klang sich mit meinem Gedankenschaos vermischt, versucht
das Knäul von Gedanken aus meinem Hirn zu verjagen.Vergeblich. Regen am Fenster. Mit rasender Geschwindigkeit rinnen die silbrigen, schweren, traurigen Tropfen über die
Fensterscheibe. In großer Menge. So einsam. Alleine. Verzweifelt klammern sie sich noch am unteren
Rand des kalten, metallenen Rahmens fest, ehe sie jeglichen Halt
verlieren, der Gravitation nichts mehr entgegenzusetzen haben und in die
Tiefe stürzen wie Tausende vor ihnen. Träge Wolken bedecken den
tristen Himmel. Graue Farben. Berauben mir jegliches Zeitgefühl. Solche Tage scheinen schrecklich. Schrecklich kalt. Schrecklich sinnlos. Einfach nur scheckliche Leere. Ein Spiegel meines zerstörten selbst. Nichts. Große, tiefe Leere in den Inneren Abgründen. Schmerz. Wut. Trauer. Alles. Meine Gefühle. Der Regen hat sich all diesen Emotionen bemächtigt. Eine Leere Hülle wurde zurück gelassen. Meine Schläfe knallt an die harte, kalte Scheibe. Wieder und wieder setze ich mein tun fort. Endlich. Brennend und stechend durchzuckt er meinen
Kopf. Noch ein Schlag. Schmerz
explodierte in meinem Kopf, raubte mir Sekundenlang die Sicht.
Das Bild vor meinen Augen schwindet. Doch das weise Licht vor meinen Augen bleibt.Weis bedeutet Licht. Licht bedeutet Wärme. Für mich nicht.
Weiß hatte ich zu viel in letzter Zeit. Zu viel Schnee, zu viel Nebel,
zu sterile Krankenhauszimmer. Weiß ist kalt und einsam. Ich will alles, nur nicht Weiß. Rot. Rot wie Blut. Rot wie Hitze. Schwarz wie Tod. Der Moment, in welchem man die Augen schließt, weil das
Licht zu hell ist. Die Netzhaut zu verglühen scheint. Wenn alles rot wird durch das Blut, das auch in
meinen Lidern pulsiert. Je fester ich sie schließe, desto dunkler wird
das Rot. Bis es schwarz wird. Schwarz. Schwärzer. Dunkelheit. Tod, Kälte, das Nichts.
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