Dienstag, 7. Mai 2013

Laut. Nichts als Dröhnen in meinen Ohren. Der penetrante Bass gräbt sich tief in meine Eingeweide. Aggressiven Klänge der Musik, strömen durch die Kopfhörer in meine Ohren, der Klang sich mit meinem Gedankenschaos vermischt, versucht das Knäul von Gedanken aus meinem Hirn zu verjagen.Vergeblich. Regen am Fenster. Mit rasender Geschwindigkeit rinnen die silbrigen, schweren, traurigen Tropfen  über die Fensterscheibe. In großer Menge. So einsam. Alleine. Verzweifelt klammern sie sich noch am unteren Rand des kalten, metallenen Rahmens fest, ehe sie jeglichen Halt verlieren, der Gravitation nichts mehr entgegenzusetzen haben und in die Tiefe stürzen wie Tausende vor ihnen. Träge Wolken bedecken den tristen Himmel. Graue Farben. Berauben mir jegliches Zeitgefühl. Solche Tage scheinen schrecklich. Schrecklich kalt. Schrecklich sinnlos. Einfach nur scheckliche Leere. Ein Spiegel meines zerstörten selbst. Nichts. Große, tiefe Leere in den Inneren Abgründen. Schmerz. Wut. Trauer. Alles. Meine Gefühle. Der Regen hat sich all diesen Emotionen bemächtigt. Eine Leere Hülle wurde zurück gelassen. Meine Schläfe knallt an die harte, kalte Scheibe. Wieder und wieder setze ich mein tun fort. Endlich. Brennend und stechend durchzuckt er meinen Kopf. Noch ein Schlag. Schmerz explodierte in meinem Kopf, raubte mir Sekundenlang die Sicht. Das Bild vor meinen Augen schwindet. Doch das weise Licht vor meinen Augen bleibt.Weis bedeutet Licht. Licht bedeutet Wärme. Für mich nicht. Weiß hatte ich zu viel in letzter Zeit. Zu viel Schnee, zu viel Nebel, zu sterile Krankenhauszimmer. Weiß ist kalt und einsam. Ich will alles, nur nicht Weiß. Rot. Rot wie Blut. Rot wie Hitze. Schwarz wie Tod. Der Moment, in welchem man die Augen schließt, weil das Licht zu hell ist. Die Netzhaut zu verglühen scheint. Wenn alles rot wird durch das Blut, das auch in meinen Lidern pulsiert. Je fester ich sie schließe, desto dunkler wird das Rot. Bis es schwarz wird. Schwarz. Schwärzer. Dunkelheit. Tod, Kälte, das Nichts.

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