Montag, 1. April 2013

let it rain

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Überall auf ihrer Haut, ihrem Gesicht, nasskalte Tropfen und sie weiß nicht mehr, ob es ihre salzig-süßen oder nur die des Himmels sind, der über ihr, seine Schleusen geöffnet hat.
 Wie sie hinab fallen, in Sekundenschnelle.
Den grauen Himmel genauso schnell, zeitlos verlassen.
Milliarden winziger Regentropfen zerplatzen auf dem Asphalt, sammeln sich in Pfützen und Rinnsalen, vermischen sich mit Staubkörnern und Dreck.
Um sie herum, rauscht es, plätschert es. 
Regenrinnen füllen sich, Wasser spritzt bei jedem Schritt.
Die Staßen sind menschenleer, vereinzelte Blätter werden vom Wind hin und her geweht.
Ruhig. Stille. Ein weiteres Donnergrollen.
Ihre nasse Kleidung klebt schwer an ihr. Keine einzige trockene Stelle mehr.
Wasser rinnt ihr Gesicht hinab
Tropfen um Tropfen lief ihr Gesicht hinab, tropfte von ihren Haaren, ihrer Nase, und vermischte sich mit den Tränen, die unaufhaltsam ihr Gesicht hinab liefen. Sie läuft mit gesenktem Kopf, den Blick starr auf den grauen Asphalt unter ihren Füßen gerichtet. 
Die Tropfen sammeln sich an ihrer Oberlippe zu einer Dicken Perle zusammen,
bevor sich diese zu lösen beginnt.
Sie fällt und fällt. Unendlich.
 Fällt immer tiefer, bevor der zerbrechliche, scheinbar zierliche Tropfen
hart auf dem Boden prallt. Zerbricht.

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