Samstag, 13. April 2013

never gonna be good enough for somebody

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Freitag morgen, der Bus ist überfüllt und ich konnte keinen Sitzplatz mehr ergattern, weil alle sich auf die Plätze gestürzt haben wie wahnsinnige. Zu was bezahle ich eigentlich meine Fahrkarten nur um dann kann Sitzplatz zu bekommen am frühen Morgen?! Das auch noch OHNE mindestens eine Tasse Kaffee! 
Im Inneren des Busses ist die Luft stickig und schwül, trotz dass es Draußen angenehm kühl ist.Wäre mein Schulweg kürzer, würde ich gerne zu Fuß gehen. Das ewige hin und her gefahre mit dem Bus, macht nicht gerade glücklich auf dauer. Das Musik hören gestaltet sich leider wesentlich schwieriger, wenn man sich währenddessen panisch an einer von Bakterien überzogenen Haltestange festklammern muss. Die Notwendigkeit hierzu besteht in jedem Fall, denn der Busfahrer ist wohl passionierter Rennfahrer, so wie er jede Kurve nimmt. Ich entkomme nur Knapp der Fensterscheibe, als er rasant abbremst und ich mich an meine Stange festklammere, als ginge es um Leben und Tod. Meine Stange!!!  Da tausende (pure Übertreibung) von dämlichen, verhätschelten, Barbie Püpchen schon auf meinen Tod warteten, ich mir wie ein exotisches Tier im Zoo vorkomme, welches ununterbrochen angegafft wird und ich nun wirklich nicht erbracht darauf bin, die Ganze Fahrt hin und her geschleudert zu werden, beschloss ich den schwarzhaarigen, völlig in schwarz gekleideten Typ mit meinem Dackelblich zu fragen, ob ich mich setzen darf. Ich habe festgetsellt, Leute schon im vorhinein Symphatisch zu finden, bevor ich auch nur ein Wort mit ihnen gewechselt habe. Meistens ist jedoch auf meinen Menschenverstand verlass. Vermutlich ist er der einzige im Bus,  der mir momentan nicht die Pest an den hals wünscht. Immerhin war er es auch,  der mir vor einiger Zeit wieder aufgeholfen hat (ihr erinnert euch?) Festentschlossen dränge ich mich an der schwankenden Renterin vorbei, die gerade noch so sich an einer Haltestange festhalten kann. Manchmal bleibe ich mit meiner Tasche an irgendwelchen Leuten hängen. Dies wird aber nur mit einem bösen Blick quitiert, was ich gekonnt ignorere. Meine Fresse, sind die Menschen scheiße gelaunt. An Ende des Bus angekommen, fragte ich den Typ, ob ich mich setzen darf. Er nickte einwilligend, nachdem er mich skeptisch gemustert hat. Ich könnte ja ein Masenmörder oder soetwas  in der Art sein, der erbracht darauf ist, ihn abzustechen. Man könnte meinen zwei irre Green Day fans,  die im Bus mehr oder weniger freiwillig zusammensitzen, hätten ein Thema über dass sie unaufhörlich reden können um somit das peinliche schweigen zu durchbrechen. Stattdessen schaut man nur mit einem belustigten und allzu wissenden Blick auf den jeweiligen Green Day Pulli des anderen, grinst sich kurz an und widmet sich dann wieder seiner Musik. Ich bin immer wieder froh, in dieser Gegend Leuten zu begegnen, die wissen was gute Musik bedeutet. Wahre Green Day fans gibt es hier so gut wie nicht. Deshalb ist die Begegnung mit einem umso schöner. Ich beobachte ihn nun seit mehr als zwei Jahren, habe aber noch nie ein Wort mit ihm gesprochen. Etwas zittrig (Unfreiwilliger Koffein Entzug) aufgrund der Tatsache, dass ich mir ziemlich unbeholfen vorkomme in seiner Gegenwart, muss ich mich stark zusammenreißen, um nicht alle paar Sekunde zu ihm rüber zu schauen. Das nennt man dann wohl Anziehungskraft. Ich höre meinen Herzschlag in meinen Ohren laut hämmern und finde mein Verhalten mehr als nur lächerlich. Ich kenne noch nicht mal seinen Namen... falsch, denn ich weiß rein gar nichts von ihm,  außer der Green Day Sachen.  Trotz allem benehme ich mich hier gerade so, als ob nicht irgendein Typ neben mir sitzt, sondern der Gott aller Götter höchstpersönlich. Als wäre das noch nicht genug, berrühren sich durch Zuffal (das ist so verdammt, scheiße Liebesfilm-Klischeehaft mäßig, ey!) unsere Hände, als ich nach meinem Ipod in meiner Jackentasche griff und er wohl dasselbe vorhatte. Nach diesem Vorfall, wage ich es nicht mehr mich zu bewegen, weil wir uns nur Peinlich berrührt anstarren, er mich anlächelt, bevor wir beide scheu den Blick abwenden. Fuck! Und genau deshalb hasse ich erstklasige Liebesschnulzen.

Mein Herz klopft hart in meiner Brust, ein Kribbeln durchlief meinen Körper, bis in meine Zehenspitzen. Ich habe das Gefühl einen verlorenen Teil meiner selbst gefunden zu haben.


Doch dann rufe ich mir wieder ins Gedächnis, wer und was ich bin. Es reist mich augenblicklich aus meiner kitschigen Traumwelt wieder heraus, so dass ich unsanft auf den harten Boden der Realität aufknalle. Ein unscheinbares, gewöhnliches Mädchen. Perfekt unperfekt, ungeliebt und innerlich zerstört. Nichts besonders und nichts könnendes, hässliches Mädchen! Er kann jede haben und er hat hat auch etwas besseres verdient, als jemand, der sich täglich selbst in den Ruin treibt und sich von der Klinge nicht mehr trennen kann. Er sollte jemanden haben, der ehrlich lächelt, Freunde am Leben hat und nicht kurz davor ist, einfach mal zu tief zu schneiden, um sich sich pulsardern aufzutrennen. Also halt deine verdammte Fresse und hör auf so dämliches, dummes Zeugs zu denken!



1 Kommentar:

  1. ich würde dir raten, geh einfach mal gegen deine negative einstellung und quatsch den typen doch mal an.. so, was sein lieblingslied von green day ist.. :) versuchen kostet doch nichts.

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