Montag, 1. April 2013

Atemnot

Mein Blick gleitet über die Straße, versuche andere Menschen ausfindig zu machen, doch bin ich alleine. Ab und an fährt noch ein Auto an mir vorbei. Aber im grunde ist es mir egal. Alles was ich will ist hier weg zu kommen. In das nichts. Es soll mixh hohlen kommen. Der Tod. Egal auf welche art und weise. Die Sicht vor meinen Augen schwindet.Verschwimmt. Meine Hände sind eisig kalt. Zittern. Unkontrolliert. Bunte Punkte. Ein wirrer Strudel der mich in seinen Bann zieht. Verwirrt. Mich nicht wieder los lassen will. In die Tiefe. Ich tauche ein, Spüre die Dunkle Schwärze. Sie legt sich wie ein Schleier um mich. Samtig weich. Plötzlich kommt dieses Gefühl hoch. Kaum bemerkbar und doch da. Undefinirbar und doch bekannt. Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Schmerzend und unwiderruflich, brennend, surreal und doch so echt. Ich schwanke immer mehr und ich spüre plötzlich wie die Kälte in mir hoch kommt. Hatte ich sie bis eben nicht gespürt, so schlägt sie nun mit voller Wucht auf mich ein und ich kann nichts dagegen tun. Wie sie mich von innen heraus auffrisst. Falsch, ich will nichts dagegen tun. Ich bin es leid. Ich möchte weinen, so sehr, doch ich habe längst die Kontrolle über alles verloren. Wie eine Marionette, die ich nicht sein möchte. Gegen Meine Prinzipen, gegen meine Einstellung. Niemals, werde ich so sein! Aber die dunkeln Schatten halten die Fäden, die fest mit meinem Körper verbunden sind. Ich spüre die Angst in mir hochsteigen, Atemnot. Meine Ohren sind betäubt, denoch höre ich die gedämpft Stimmen der Schatten. Überall. Wie sie mich zwingen, drängen, immer näher an den Rand des Todes. Ich kann meine Bewegungen nicht kontrollieren, wedele wie wild mit den Händen. Schweißausbruch. Atemnot. Enge in meiner Brust. Als kralle sich schmerzhaft ein Tier an mich fest. Was habe ich nur getan? Mache mich Tag für Tag selbst kaputt. Schaue in den Spiegel. Mir blickt nur dunkler, schmaler Schatten entgegen. Einen Schatten, der jederzeit vollkommen von der Dunkelheit verschluckt werden kann. Vor Atemnot und Panik wurde ich fast wahnsinnig, alles scheint zu pulsieren. Ich versuche krampfhaft zu atmen. Ich brauche Luft. Brauche die Luft so sehr. Ich ringe nach ihr. Ich fühle mich, als ob jemand an meinem Leben saugt, es mehr und mehr in sich aufnimmt, um mich immer näher an den Abgrund zu bringen. Nun gibt es keinen Ausweg mehr. Nur nach vorne, nicht zurück. Der Atem steht, wird nur noch schwerer. Ich versuche wegzulaufen, die Fäden durchzuschneiden, mich loszureißen aber ich stürtzte nur in die unendliche tiefe der verschleiernten Nacht. Sie fängt mich auf, verhüllt mich in ihre samtige Hülle.
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Ich wache auf, Stunden später. Alles ist taub. Mein Augenlicht verschleiernt, verschwommen. Ich versuche erst gar nicht aufzustehen. Ich bin es gewohnt, nach einer Panikattacke zu nichts mehr instande zu sein. Kopfschmerzen. Stechende, hämmernte Schmerzen. Ich kann eins und eins zusammen zählen, um zu wissen, ich soltte aufhören mit dem denken. Denken ist sinnlos, ich produziere nur Müll und sollte schlafen.  Resignierend, fast ein wenig verzweifelt drehe ich meinen Körper fort von der Wand und schließe die Augen.
Als würde ich dadurch den Blickkontakt zu meinem Denken verlieren, es im Keim ersticken. Ersticken.Welch ein schönes Wort in meinem Fall. Ich höre, wie das Bett unter mir aufächzt, ich ausversehen mein Buch mit meinem Arm auf den Boden stoße, während ich mich ausstrecke. Es kümmert mich nicht. Schlafen will ich nur noch. Für immer. Das und einfach eine Person, die mich für lange Zeit in den Arm nimmt. Doch als ich das nächste mal im Morgengrauen aufwache, lebe ich noch. Wieder ist keiner für mich da. Wieder bin ich alleine. Wieder sind da nur die Einsamkeit, angst und panik. Doch wenn verdammt kümmert es? Das Leben würde auch ohne mich weitergehen.

1 Kommentar:

  1. Oh ja heuschnupfen ist so ein bullshit. Ich habs seit dem ich 12 bin aber letztes jahr hatte ich es nur ganz schwach im frühling und mein dad hat's auch... Seit dem er's rauchen aufgehört hat, hat er von märz bis november richtig krasse probleme mit dem heuschnupfen. Bei ihm ist es so heftig, dass er immer spritzen bekommt und ohne medizin nicht atmen kann :O

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