Samstag, 20. April 2013

Das letzte Todeslied

 

Sehnsucht
Möchte mich verletzten, schmerzen spüren.
Meine Haut beginnt zu jucken
Die Gedanken
Freundlicher Schmerz
Treibt alle Gedanken fort
Kalte Klinge auf kalter weiser Haut
Das Zittern, wenn Blut von meinem Arm tropft
Die dicke, rote Flüssigkeit malt Linien auf meinen Arm
Ich versuche es jeden Tag
Doch es misslingt mir jeden Tag
Doch da ist diese Angst.
Angst entblößt zu werden.
All die Lügen könnten auffliegen.
Meine Welt, erbaut aus Lügen 
In sich susammenbrechen wie ein Kartenhaus
Fallen hinab und immer tiefer
Bis sie hart auf dem Boden ankommen
Die wahre Seite offenbaren
Doch meine Angst wird besiegt
Zerdrückt von der bitteren Wahrheit
Es würde keiner Merken
Keinen interessieren
Alle schauen hin
Und zugleich sind sie alle blind
Erblicken nur diese falsche, aufgesetzt
Verdammte Maske
Ich möchte nicht mehr lachen
Vortäuschen glücklich zu sein
Ich möchte nicht mehr kälte spüren im Sommer
Erfrieren im eisernen, täglichem Winter
 Nicht mehr schreien in der Einsamkeit
Es schmerzt
 Unerbitterlich
Während der Wind das letzte Liebeslied singt
Und rote Tropfen gleiten von der kalten Klinge.

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