Sonntag, 28. April 2013

Gedankenmist

Ich atme tief ein. Pumpe Luft durch meine Lungen, durch mein müdes Herz. Spüre für einen winzigen Augenblick das Leben in mir. Ich rege mich nicht. Als durchpfähle mich ein spitzer Speer. Ich glaube es ist ein Traum. In meinem Kopf ist alles so wirr, so abstrus, ungeordnet, so unrealistisch. Stechendes Grün. Das grün der Wiesen bohrt sich in meine Netzhaut. Gelbes Licht. Fällt von oben hinab. Streift sanft über die zarten Halme hinweg. Unberührt.  Ich möchte die Sonnenstrahlen fangen. Nach ihnen greifen, wie als würde ich Schmetterlinge fangen. Versuchen Sternschnuppen einzufangen mit meiner bloßen, nackten Hand. Klein, zierlich, gar zerbrechlich. Ich bin vergleicht klein, allein gegen die große Welt. Ich strecke die Hand aus, möchte nach dem Licht so gerne greifen. Doch sie stößt an eine Unsichtbare Wand aus dichtem Glas. Streicht über das kalte, ungetrübtes Glas. Milde, fast nicht da, spiegelt die Fensterscheibe mich wieder. Müde. Leere Augen starren auf das Bild. Den Frohsinn längst verloren. Leer, bedeutungslos. Freundlich. So beschreibt sich diese Welt. Ist die Welt nicht das, was wir zu sehen glauben? Ist mein Leben nicht das, was ich zu sehen vermag? Das Bewusstsein, ein freier Wille, nur selbst eine Illusion? Die Realität, nur zusammengesetzt. Nichts davon wahr. Meine Gedanken kreisen um meinen Verstand umher. Weigern sich der Ruhe entgegen zu kommen, sich mit ihr zu vereinen. Suchten verzweifelt nach Antworten. Denn niemand vermag zu sagen was Illusion und was Real ist. Die Illusion in der Realität und die Realität in der Illusion. Die Wahrheit kratzt und schreit nach mir. Die Welt draußen ist trist und trostlos. Sowie ich selbst. Mein inneres. Mein Herz so schwer. Belastet mit all dem Schmerz. Wo ist die Freiheit. Wo ist sie verdammt nur hin? Überall nur Einsamkeit. Nirgends ein Schlüssel, ein Retter in Sicht, der mich befreit, den ketten entreißt. Der Schlüssel, mit keinem Wort weit fort geworfen. Schon Jahre davor. Ins graue nichts. Versunken in den Wellen. Zerbrochen auf grauem Stein. Verrostest in tiefsten Gewässern der rauen, mächtigen See. Freiheit.
2438354035_b6174b471e_o_largeMeist nur ein Wort, welches jeder in den Mund nimmt aber keine die wahre Bedeutung kennt. Ich weiß, dass ich es wagen muss, doch mir fehlt der Mut dazu einfach weg von hier laufen. Ich brauche jemanden zum fort rennen, den steilen Horizont vor mir erklimmen. Ich möchte Barfuß, entlang die leeren Straßen rennen, die Erschöpfung, den rauen, warmen Asphalt unter meinen nackten Füßen spüren. Bis die Luft hinter mir anfängt zu flimmern, die Welt durch meine Taten in roten Flammen steht. Jeden spitzen Stein, der sich blutig in meine Sohlen bohrt. Lichter fliegen an mir vorbei und die Straße verschwimmt zu einen einzigen grauen Streifen, den ich unüberlegt folge. Feuchtes Gras vom Tau. Durch die Straßen, wild entlang den Häusern, während im Osten schon hinauf die Morgenröte steigt. Mich den Menschen entgegenstellen, so verdammt unangepasst und dagegen. Ein klein wenig Rebellion, ich möchte sie so gerne im jetzt und hier verüben. Sie soll ganz neu in mir entflammen. Ich werde nicht nachgeben, nur um eure Gewohnheiten nachzuahmen. Still schweigen, denn nur dann wird man gehört. Nein! Meine stille Rebellion, zu einer lauten erheben. Frei zu sein, zugleich eingeschränkt. Nach meinen eigegenen Regeln und Voraussetzungen leben. Die Freiheit schmecken, das Pfeifen des Windes in den Ohren. Es klingt die Melodie, ein schöner Takt. In mir klopft das Herz einer Rebellin. Von Dach zu Dach springen, mich in die Lüfte erheben. Die schwarzen Kluften überspringen.Blitze zucken über den Nächtlichen Himmel. Donner grollt. Ein Schatten huscht über die Dächer der Häuser. Hoch oben auf einem Gebäude tanzen. Mit ausgestreckten Armen, zitterten Beinen und ausgestreckten Zehenspitzen. Die schmale Mauer entlang. Einen halben Schritt vom freien Fall entfernt. Zwischen Himmel und Erde. Und ich falle zu Boden. Meine kühlen Lippen rühren sich nicht. Sind eingefroren. Starre Augen. Sehen euch an, kalt wie Eis. Eine kalte Seele hinterlasse ich. Und keiner wird trauern, sich jemals erinnern an mich. Vergessen werdet ihr mich.


 
Zu viel Zeit zu nachdenken, Nächte lang kein Schlaf, ein Blatt Papier, 
langeweile, hunderte Gedanken und einen Stift entschuldigen diesen, verwirrenden Post wohl nicht.

1 Kommentar:

  1. ich schätze wegen vielen dingen. du kannst in google dein traum deuten.. gib einfach das thema vom traum an und traumdeutung, und dann kommt da was..
    ist meißt nur krankes zeug was da raus kommt.. aber was erwart ich? ha - ha..

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