Dienstag, 19. Februar 2013

the bridge

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Einsam. Verlassen. 
Ziellos streifte ich umher. 
Kein Ziel vor Augen. 
Meine Kleidung kalt. Mir ist kalt. 
Innen wie außen.
Ich zittere. Doch das ist mir egal. 
Gleichgültig.
Jeden Tag aufs neue mit den selben Situationen konfrontiert zu werden, 
jeden Tag den selben Schmerz zu fühlen und diese Unsicherheit, 
diese unglaubliche Unsicherheit zusammen mit dem Gefühl, 
den Gedanken nutzlos zu sein, und unwichtig und eine Zumutung. 
Tief im inneren, weiß ich, dass es nicht so ist. 
Doch es lässt sich nicht abschütteln. 
Klebt an mir. 
Das machte mich krank. 
Ich gehe an einer Brücke vorbei. 
Bleibe stehen. Trete näher an das Geländer.
Schaue sehnsuchtsvoll nach unten auf den harten Asphalt der befahrerenen Straßen.
Würde der Aufprall schmerzen? Müsste ich leiden? Oder wäre es ein schneller und sicherer Tod?
Ich fühle mich schrecklich.
Wie ein reudiger Köter.
Mein Körper schmerzt.
Alles brennt.
Die wunden am Arm.
Ich streiche sanft darüber. 
Auf und hinab.
Mir ist bewusst, das noch mehr folgen werden.

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Ich nehme mit gewalt meine Augen von dem Geländer, bevor mich die versuchung vollends beherscht. Drüber zu steigen. Einen Fuß nach dem andren. Nur noch ein Schritt ins Leere von der erlösung entfernt zu sein.
Wie gut, dass ich so feige bin. Ich wünschte, ich könnte diese Feigheit ablegen. Anderseits ist es meine Lebensversicherung. Jetzt und hier. Was würde passieren, wenn es nicht so wäre? Wir wissen die Antwort alle, denke ich.
Das Gefühl der Einsamkeit beherrscht smich immer stärker und die Verzweiflung veranlasst mich an diesem Ort zu stehen.
Ich will einfach nur jemanden, der  für mich da ist und für den ich da sein kann.

Ich will einfach nur geliebt werden.

Warum muss das immer so schwer sein? 


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