the day after
Alles in mir schreit einfach weiterzuschlafen. Nie wieder aufstehen. Liegen bleiben und sterben. Doch leider wird dies nicht möglich sein, zumindest wenn ich nicht verhungern möchte, da wir uns in der eiskalten, verdammten Realität befinden. Also schwinge ich meine Bettdecke zuseitete. Sofort weicht die angenehme wärme von mir. Kälte umgibt mich. Die versuchung ist groß die Bettdecke wieder über mich zu ziehen, doch ich denke nicht im Traum daran. Ich schwinge mich auf die andere Seite meines Betts und erhebe mich, will aufstehen, taumele aber nur umher. Fuck. Mein
Kopf fährt Achterbahn. Sacke Sekunden darauf wieder in mich zusammen auf den Boden. Schwarze Punkte tanzen plötzlich vor meinen Augen, ich höre das Blut wie es in meinen Ohren zu rauschen beginnt. Mir ist es egal ob ich auf den Boden liege. Mir ist alles egal. Mein Kopf ist leer vor Müdigkeit. Ich habe maximal eine Stunde geschlafen, nachdem unschönen Ende und den Kampf mit meinem inneren Drang gegen den Verstand, den ich mir gelifert habe. Das erste hat natürlich gewonnen. Keine Seltenheit. Ich habe aufgehört zu bereuen. Ich habe aufgehört darüber nachzudenken was gut oder schlecht für mich ist. Ich lebe. Das ist die Hauptsache. Das andere spielt keine Rolle. Hauptsache ich muss meine inneren Schmerzen nicht mehr ertragen.
Horrornacht. Neben der unertragbaren leere in meinem Kopf, herscht gleichzeitig ein gewaltiger Atomkrieg in meinem Schädel, so fühlt es sich zumindest an.
Es braucht genau drei Versuche, bis ich wieder stehe mir die Hose
überstreife und ein neues T-Shirt mir über meinen Kopf gezogen hatte. Mein rechter Arm schmerzt dabei furchtbar. Ich sollte aufpassen, dass sich nichts entzündet. Ich lache leise auf. Was wäre das für eine Ironie an einer Blutvergiftung zu sterben.
Trotz meines lädierten Gehirn, nehme ich das wilde Chaos in meinem Zimmer wahr. Das schreit gewaltig nach einer Aufräumaktion, doch nicht jetzt.

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