Samstag, 16. Februar 2013

look in the mirror and tell me what do you see

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Ich verlasse mein Zimmer und gehe in das direktanliegende Badezimmer. Mein Blick bleibt unbewusst am Wandspiegel hängen. Ich hasse es in den Spiegel zu schauen. In mir wallt der Hass wieder auf. Kommt hervorgekrochen von den tiefen meines innerens. Ich laufe auf die Person im Spiegel zu. Mit wenigen schritten erreiche ich sie. Ich möchte dem Mädchen die Hand reichen, es trösten. Meine Finger berühren das kalte Glas und das Mädchen im Spiegel, das mir so fremd und doch so erschreckend vertraut vorkommt, ahmt die Bewegung nach. Sie wirkt nicht besonders hübsch. Nein. Eher... unscheinbar. Unsichtbar.
Sie schaut mir entgegen, ihre braunen, Augen werden betont von Schwarzen Schminke und wirken somit größer. Sie war ein schlechter Mensch, nicht einmal ihre unschuldigen Augen konnten darüber hinwegtäuschen. 
Doch in diesen Augen erkenne ich noch etwas anderes, ein Blick, der unendliche Traurigkeit widerspiegelte. Bodenlose Traurigkeit. Ihr Gesicht wirkt blaß, müde und leer. Emotionslos

 Ich sah wie sie versuchte zu lächeln, doch ihre sanften Gesichtszüge, verzogen sich nur zu einer komischen Grimasse. Mein Mundwinkel zog sich wieder nach unten. Verdammt!  Ich atme tief durch und denke an etwas lustiges. Nein, ich versuche es. Aber mir will beim besten Moment keine Situation einfallen an der ich richtig gelacht habe. Warum nicht? Es gab tausende davon, solche Momente werden nicht vergessen. Doch aus irgendeinem Grund bleiben alle verschwunden. Ich gebe es auf. Lustlos sehe ich in den Spiegel zurück, verziehe mein Gesicht zu einer seltsamen Grimasse. Was soll ich tun um mein Spiegelbild zum Lachen zu bringen? Damit es glücklich ist. Endlich wieder leben kann. Ich spüre nichts, wenn ich mir entgegen blicke. Leere.
Tumblr_mepupwhgnu1rhtjoao1_500_largeWut flammt in mir auf. Vermischt sich mit dem hass.
Warum bin ich nicht fähig am leben teilzunehmen, wie jeder andere Mensch? Warum bin ich so...?
Mir entgleitet jegliches Wort dafür. 
Es kostet mich meine gesamte Willenskraft die Hand nicht zur Faust zu ballen und ihr Spiegelbild zu zerschlagen. Zu sehen, wie der Spiegel in tausend kleine Scherben zerfällt und ich mit ihm.
Wer bin ich schon? Ein Niemand, der vergessen ist, sobald man ihn nicht mehr vor Augen hat. Ein Mensch unter Tausenden, ja Millionen. Ein wahnsinnig komplizierter Mensch, der an seinen Träumen und am versuch zu Leben zerbrochen ist.

1 Kommentar:

  1. Oh Süße..
    Ich enne das nur zu gut. :/
    Mag auch gar nicht mehr in Spiegel schauen und das Elend sehen...
    Ich hoffe du kannst bald wieder glücklich sein, lächeln und aus vollem Herzen lachen!
    Ich wünsche es dir so sehr!!

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