Sonntag, 3. März 2013

a little light in the sky?

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Ich werde wach, weil mir kalt ist. Orientirungslos versuche ich meine Gedanken zu ortnen. Ich muss wohl eingenickt sein. Mein schwarzer Wuschelkopf streckte sich aus dem Kissenberg. Ich blinzle verschlafen. Das Zimmer liegt im Halbdunklen. Die untergehende Sonne wirft verspielte Schatten in den Raum, welche sich an den weißen, unberührten Wänden wiedergeben. Ich betrachte das Schauspiel eine weile teilnahmelos. Endlich geht die Sonne unter. Langsam brach die Nacht herein. Die Nacht ist einsam. Ich hasse die einsamkeit, liebe denoch die Nacht. Seltsam. Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden hinter dem Horizont und schon bald wurde das Land durch das schwache Licht des Mondes in ein silbriges Licht getaucht. Düster, samtig, verhüllend. Allein die Laternen am Straßenrand spenden noch Licht. Sanft schleicht es sich in den Raum. Doch selbst das spendet meinen Augen keine Helligkeit. Ich richte mich auf, lehne mich an die kühle Wand. Gänsehaut breitet sich über meinen Rücken aus. Nicht nur wegen der kälte, sondern wegen der kommenden Woche. Ich fürchte mich vor ihr.  Ich ziehe meine Knie an und lege den Kopf darauf.  In mir ist nur Leere. Ich ziehe die Decke enger um mich, aber sie kann die Kälte nicht stoppen, die mir durch Mark und Bein geht. Meine Augen brennen, aber ich gestatte den Tränen nicht zu fließen.Tage lang war ich stark oder spielte zumindest die starke. Ich redete mir gut zu, machte mir Mut, da es sonst keiner tat in meiner Gegenwart. Jetzt ist dieser Wunsch wieder hier. Wächst, keimt in mir hoch. Ich möchte sterben. Beenden was ich angefangen habe. Mein Leben. Doch...
Hoffnung...
Alle sagen, es gibt sie. Es gibt sie immer, egal wie finster die Tage auch sein mögen. Egal was sein mag...
Ein helles Licht am fernen Horizont wird leuchten, ein Stern in der Nacht.
Nie kann sie vergehen. Niemand kann sie auslöschen. Egal was geschehen mag. Egal was geschehen ist. Dieses eine Licht kann und wird niemals erlöschen.
Doch wie kann dies sein?

Mir ist bewusst, dass wenn ich je sterben sollte aus freiwilliger Hand, ich einen Abgang machen werde, den so schnell keiner vergessen wird. Nur von einer Brücke zu springen oder Pillen zu schlucken ist einfach zu... undramatisch. Kranker Gedanke.

Ich schnappe mir die Fernbedienung meiner Anlage, schalte die Musik ein.
Ich kann die Nacht plötzlich spüren. Sie ist da.

Weil die Nacht einsam ist. Und die Einsamkeit mein Inneres beherrscht.

Ich bin allein in einem großen Haus. Mein Zimmer ist beleuchtet, doch der Rest des Hauses ist es nicht. Mein Vater schläft auf der Couch. Müde vom Spaziergang mit meiner Mutter.

Ich wünsche mir, an meiner Tür würde es klingeln. Ich weiß nicht woher der plötzliche wunsch kommt. Jedoch ist er da.

Ich warte. Ich warte, und doch weiß ich, dass ich auf niemanden zu warten habe.

1 Kommentar:

  1. So, ich weiß zwar nicht, wie das geht, aber ich mach dir einfach mal Mut <3<3<3

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