Dienstag, 19. März 2013

Endschlacht


Ihr schickt mich auf ein Schlachtfeld, das sich mein Leben nennt.
Mit gezücktem Schwert. Es ist zu schwer für mich. Ich kann es niemals halten. 
Ich lasse es fallen, denn ich kann nicht kämpfen, muss davon rennen vor dem Feind
Und doch hohlt er mich Tag für Tag immer mehr ein, bewahrt mich auf in einer Gefangenschaft,  
foldert mich.
Blutig. Qualvoll. 
Ich wehre mich, protestiere gegen meinen Feind. 
Niemand zwingt mich in die Knie
Keiner hat die Macht dazu! Niemand!
Trete um mich, schlage um mich, schlage alles nieder.
Ich schreie, schreie jede Sekunde meines daseins.
Ich bin allein. Keiner hört meinen Schrei.
Ich verliere mich in Einsamkeit.
Ich falle. Tiefer. Schneller. Meine Quelle der Kraft ist erschöpft.
Ich sacke in mich zusammen, bin  nun vollends in den Händen meiner Gegner.
Und irgendwann wird euch die Nachricht erreichen, dass ich gefallen bin.
Wenn die bloße Existenz zum Krieg führt
Meine Verbündeter? Die Klinge. Bittersüß und zugleich falsch dieses verlangen.
Doch ist es da. Mein täglicher Freund und Feind.
Ein einziger Schnitt ist nie gut genug, tief genug.
Doch wenn die Leere zurück findet, der Schmerz verschwindet... 
Bleibt ein Arm voller Narben und Blut, doch das lindert kaum meine Wut.. Selbsthass. Unfassbarkeit.
Wenn ich die Möglichkeit hätte, noch einmal von vorne zu beginnen, von Anfang an, 
dann würde ich vieles anders machen. 
Aber diese Möglichkeit habe ich jetzt nicht mehr. Ich hatte sie nie. 
Die Zeit ist nämlich schon immer gegen mich gewesen. 
Und ich glaube nicht, dass sich das in Zukunft ändern wird. 
In mir diese Kälte. Die sich durch meinen Körper frisst. Umschließt langsam mein Herz.
Und alles was darin ist. Mit jedem Schritt. Mein Blick wird blinder.
Meine Feinde? Ich würde sagen, der Rest der Welt. Diese Menschheit.
Doch dies wäre zu weit her geholt. Ich bin selbst Schuld
denn ich  selbst war mir schon immer der größte Feind.
Bis zum heutigen Tage.
Ich kämpfe und werde es auch weiterhin. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. 
Nur kann dieser Kampf schon nächste Woche seinen Tribut fordern, vielleicht morgen... 
oder jetzt in diesem Moment. Der Gegner ist so mächtig, so groß. Ich bin allein und klein. Schwach.
Es kann jede Sekunde zuende sein. Selbst in dieser, während ich meine letzten Worte nieder Tippe.
Tut mir leid, was für ein Mensch ich geworden bin.


Verzeiht mir. 
  

1 Kommentar:

  1. Hammmer text. İhn zu lesen macht mich traurig. Habe Trânen in den Augen. Denn dieser Text ist mir wie aus der Seele geschrieben. So wunderschön und zugleich traurig. Gib nicht auf du hast es verdient glücklich zu werden. &das wirst du auch schaffen villeicht wird nicht alles vergehen aber man muss lernen damit umzugehen. Und ich glaube das wirst du schaffen. Ich habe ne Frage musst du nicht beantworten aber wie lange geht das alles schon?:( stay Strong dear :*

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