Mittwoch, 27. März 2013

Gedankennebel

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Über was habe ich heute nachgedacht? Ich weiß es nicht mehr. „Du weißt eigentlich ziemlich wenig.“, murmle ich und vergesse sofort wieder, was ich gesagt habe. Und weshalb? Die Gedanken kommen und gehen sogleich, bevor ich sie erfassen kann. Sie verblassen einfach wieder. Verschwimmen vor meinen Augen. Nebel in meinem Kopf. Gedankennebel. Ich stelle fest, dass ich alte Wege einschlage. Ich kann mich in der Einsamkeit baden. Mir kommen grauenvolle Dinge in den Sinn. Dumme Dinge, die ich tun könnte. Die Gefahr Suche. Tanze auf klingen. Schneideten Klingen. Beachte nicht dabei, das diese meine Füße zerschneiden. Schritt für Schritt. Schmerz. Wie sich die Klinge rot färbt. In mich bohrt. Tief in mein Flesich. Blut. Blut tropft auf den schneebedeckten Boden und hinterlässt rote Flecken. Es tropft immer weiter und weiter, bis es nicht mehr Flecken, sondern eine Pfütze bildet. Vermischt sich mit flüssigem Salz. Sogleich Erlösung. Doch ich schwebe nur für einen kurzen Augenblick dicht über den realen Boden der Tatsache. Nicht über den der Erlösung. Falle wieder. Tiefer und schneller als jemals zuvor. 

 Bin dabei die Kontrolle zu verlieren. Ich kann nicht mehr auf meinen Weg sehen. Die Straßen vernebelt. Die Sicht ist schlecht. Unklar und verschommen. Alles zu viel. Ich will nicht mehr atmen, meinen Körper vor der Welt abschotten,  durch nichts mehr erdrückt werden, wenn mich die Verzweiflung, die Angst wieder einmal übermahnt. Das schwarze Nichts soll mich hohlen kommen. Nach mir greifen, mich in das schwarze Loch ziehen und mitnehmen. Ich stolpere und falle auf den harten, kalten Boden. Möchte liegen bleiben, mich ausruhen von meinem Leben. Eine Auszeit für immer. Am liebsten in diesem Moment. Im jetzt und hier. Sofort! Alles in mir schreit, kreischt und bäumt sich auf, nur um am ende zusammen zu sacken. Mein Feind ist bewusst, welche Schalter er betätigen muss, um meine Seele wie ein Kartenhaus zusammen fallen zu lassen. Ohne jeglichen Widerstand zu hegen. Die Einsamkeit sie umzingelt mich, sie ist überall und doch nirgends.


Verloren, verlassen, vergessen.
 

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