Samstag, 23. März 2013

Stillstand

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Der Tag zieht sich lang. Es ist, als würde die Zeit still stehen. Den Tag im Bett verbracht, allein, die Decke zur Nasenspitze hochgezogen, fest um mich gewickelt als Schutz vor der unwirtlichen Welt da draußen. Kann ein Samstag noch deprimierender werden? Vermutlich nicht.
Die einzige Abwechslung, die sich mir heute noch bieten wird, ist das mein Vater und ich gegen Abend noch in der Stadt einkaufen werden. Es ist Samsatg fast schon zu einem Ritual geworden. Nachdem ich seit sechs Uhr morgens bereit wach bin, legte ich mich drei Stunden darauf wieder hin, weil es mir nicht sonderlich gut ging, in der Hoffnung, einfach den ganzen Tag verschlafen zu können. Um kurz nach zwölf, riss mich die kreischende Stimme meiner Mutter wieder aus dem Schlaf, die mich zu meinem leidwesen mindestens jede Woche einmal besucht. Sie bemerkt nicht wie Abwesend ich zu ihr bin, schiebt es wahrschinlich auf mein Alter. Oder sie ist einfach nur verdammt naiv. Wie es hasse! Ich habe sie früher nie verstanden. Ich habe nie verstanden, warum sie so gehandelt hat. Nun bin ich älter. Kein Kind mehr, sondern fast erwachsen und muss erleben, welchen Abgründen und welcher Trostlosigkeit wir Menschen uns stellen müssen. Verstehen tu ich sie deswegen noch lange nicht. Ich fühle mich ausgelaugt, obwohl der Tag keine anstrengungen verbarg. Im Gegenteil. Ich lag bisher nur in meinem Bett rum und tat nichts. Mein Rücken schmerzt. Ich bin so motivationslos. Das soll endlich aufhören. Ich habe kaum den willen aufzustehen, weil ich weiß, was mich erwarten wird. Ich möchte etwas erleben, die Ferien erleben aber durch meine ständigen Launen und meine eingegrenztheit hier im Dorf, wird das anscheinend zu unmöglichkeit. Nicht einmal Kontakt zu Außenwelt.  Der Tag soll endlich vorbei gehn. Ich will ihn nicht mehr sehen müssen!

Dieser Blog ist momentan alles was ich noch habe, auch wenn ich euch vermutlich nerve.

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