Eiskalt

Ich sitze hier an meinem Fenster und lausche der unendlich scheinbar friedlichen Stille.
In wirklichkeit ist sie grausam. Grausam und Eiskalt. Es ist ruhig...
Es gab Momente, da hätte ich wirklich alles für ein bisschen Ruhe gegeben. Nur nicht jetzt. Es ist, als würde ich ganz allein in einem vollkommen leerem Raum sein. Allein auf der Welt. Nichts außer mir existiert hier. Mir selbst ausgesetzt. Ich bin mein größter Feind. Es gibt nur mich. Mich allein. So sehr ich die Stille fürchte, hasse ich den Lärm noch mehr. Es ist wie verflucht.
Ich ertrage die Menschen nicht um mich herum. Die lauten Stimmen, das laute Gelächter. Den Lärm des Alttags. Der Kopf tut weh, höllisch. Explodiert. Ich spüre wie die Stimmen immer lauter werden. Fremde Gedanken hallen in meinem Kopf. Unerbittlich. Gnadenlos drauf los. Ich fühle mich täglich als wandere ich durch einen Alptraum. Meinen Alptraum.
Doch anderseits... ertrage ich diese völlige Stille nicht mehr. Sie macht mir angst. Ich weiß nicht weshalb, wieso? Ich möchte weder leben noch sterben. Irgendetwas dazwischen. Vermutlich ziehe ich die letztere der beiden Möglichkeiten mehr in betracht. Ist das was was neues? Meine Suizid Gedanken? Es hört sich falsch an. Wahnsinnig falsch. Was ist schief gelaufen bei mir in den letzten Monaten? Warum bin ich wieder in meine alten selbstzerstörenden Muster zurück gefallen? Ich habe mich von dem so gut abgeschottet. Meinen Gedanken. Wie haben sie es geschafft? Die gedanken, die ich so gut von mir abgeschottet habe, haben die schutzmauer durchbrochen.
Es tut so weh, das ich am liebsten jedes Mal
laut schreien möchte. Was ich aber nicht tue. Ich tue so etwas generell
niemals. Ich zeige niemals meine wahren Gefühle. Niemanden. Ich kann sie mir nicht einmal mehr selbst zeigen. Selbst sollte ich alleine sein. Ich kann das einfach nicht mehr. Ich habe es eben verlernt.
Das kann passieren nach Jahren.Meine Gedanken sind so ungeordnet. Chaotisch. Verworren. Sie ergeben keinen Sinn, wie so oft.
Mein Herz ist einfach nur leer.
Der Morgen begann damit, dass ich gegen 5 Uhr morgens aufgewacht bin. Meine Gedanken hielten mich wach, so dass es mir unmöglich war wieder in den erholsamen Schlaf zu triften. Irgendwann konnte ich mich meinen Gedanken nicht mehr selbst ausliefern, musste etwas tun, dass mich daran hindert wahnsinnig zu werden. So stand ich lange auf bevor mein Wecker überhaupt klingeln konnte.
Normalerweis würde meine Mutter knapp eine Stunde später die Tür aufreisen und mir ein
Aufstehen' entgegen brummen. Wie wundervoll, das erste was ich nach meinem Erwachen wahrnehme ist eine frustrierte Frau, von dem du kaum ein freundliches Wort zu hören bekommst.
Ein weiterer Tag ohne meine Mutter. Seit sie gegangen ist. Ich vermisse sie immer noch nicht. Es gibt keinen anlass dazu.
Manchmal habe ich beinahe schon panik bei dem Gedanken, dass sie jederzeit wieder vor unserer Tür stehen könnte, der terror der vergangenen Wochen wieder von vorne los geht. Wie aus dem nichts.
Sorry, dass ich mich nicht mehr so oft einzeln bei euch melde. Ich bin definitiv unfähig Kontakte aufrecht zu halten. Es funktioniert einfach nicht und ich weiß nicht einmal an was das liegt. Ich bekomm einfach nichts mehr hin, alles läuft aus dem Ruder. Wenn das so bleibt, werde ich alleine enden. Definitiv!
Mathearbeit verkackt. Meine arme Mathelehrerin tut mir in moment mehr leid, als ich mir selbst. Ich hasse es, wenn die Lehrer keine Arschlöcher sind und einfach zu gut für diese Welt sind.
Hahah, ich bin es einfach nicht mehr wert in Mathe unterrichtet zu werden. Ja wohl! So'n fuck!
echt übel wie du dich selbst runtermachst..
AntwortenLöschensone Phase hatte ich auch mal aber ich wollte nich so enden und ich werde es auch nicht..!