Donnerstag, 28. März 2013

nothing left to lose


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Es dämmert langsam. Das Licht vergeht. Ein sanfter Schatten bleibt. Der Mond erwacht. Mich kümmert es nicht. Liege nur da. Die harte Matratze unter mir. Regungslos. Den Blick starr hinaus ins leere. Sehe nur weis. Schnee und Nebel. Vereint zu einer weisen Wand vor meinem Fenster. Lautlos fällt der Schnee an meinem Fenster vorbei zu Boden. Ich fühle mich, wie verschluckt von der weißen Wand, die scheinbar immer näher an mich heran rückt. Lautlos und unhaltsam. Mein Rücken schmerzt. Stechender Schmerz. Ich kann kaum laufen. Meine Beine sind schwach. Ich liege zu viel. Bin erschöpft vom nichts tun. Habe das Gefühl das Leben frisst mich auf. Laufe gegen Wände. Pralle mit voller Wucht gegen harten, kalten Stein. Falle zurück, blute und fühl mich furchtbar allein. Schreien, weinen, wüten, toben, kreischen. Der Punkt, an dem der Schmerz das Erträgliche überschritten hat und es den Körper zerreißt, man einfach tot umfällt... Ich frage gerade dich, gibt es diesen Punkt? Mir ist schlecht. Und ich drohe zu falle, wäre ich dies nicht schon lange. Dunkelheit bricht ein. Schwarze Wolken überziehen den Himmel, die klaren Sterne verschwinden hinter der finsteren Wand. Wie ein Schleier ziehen sie langsam über den Nachthimmel, grauen, geflügelten Wesen gleich. In mir macht sich ein gewaltiger Plan bereit, die Vorstellung, ein Wunsch hier und jetzt nicht wieder lebend raus zu kommen. Was kann schlimmer sein, als das ergraute, kalte Leben, voller böser Schatten. Hörst du die Stimmen? Die wispernden Stimmen, wie sie dich rufen. Zu ihnen rufen. Dich leiten, dich bringen, dich zerstören? Hörst du die wispernden Stimmen in der Dunkelheit? Dich umhüllen, dich fangen... und zerfetzen. Auffressen, verschlingen und verbrennen. Nicht umsonst, wird er Schatten des bösen genannt. Ich stehe auf, sehe zittrig, entschlossen hinüber zu dem aufglänzenden, wunderschönen, zugleich vernichteten Gegenstand im Schatten der Dunkelheit. Ich habe nichts zu verlieren. Bring mich hier fort.

1 Kommentar:

  1. Ich danke dir für deine lieben Worte.
    Ich wünschte, ich wäre in der Lage, sie dir zurück zu geben.
    Fühl dich gedrückt ♥

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